
Show Notes
Die Wall Street startet kaum verändert in den Tag. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen pausieren bei 5,22 Prozent, Brent bei etwa 105 US-Dollar. Gleichzeitig bleiben die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und Iran widersprüchlich. Von „konstruktiven“ Verhandlungen ist die Rede, ein diplomatischer Durchbruch zeichnet sich aber bislang nicht ab. Im Mittelpunkt steht heute erneut Künstliche Intelligenz. Beim OpenAI Entwickler-Tag wird ein eigener persönlicher KI-Agent erwartet, der direkt mit Meta‘s Muse konkurrieren könnte. Gleichzeitig hat OpenAI die Veröffentlichung von Astra 6.1 wegen Sicherheitsbedenken gestoppt. Erstmals hält damit ein führendes KI-Labor ein größeres Modell öffentlich aus Sicherheitsgründen zurück. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt Anthropic. In dem noch nicht veröffentlichten Börsenprospekt werden langfristige Verpflichtungen für Cloud, Rechenleistung und Infrastruktur von insgesamt 518 Milliarden US-Dollar genannt. Advanced Micro Devices kauft zudem Fei-Fei Lis World Labs für 8,2 Milliarden US-Dollar und baut damit selbst Know-how bei KI-Modellen auf. Das Oura den Börsengang wegen des unsicheren Umfelds vertagt, könnte als schlechtes Omen für den IPO von Anthropic gesehen werden.
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Die Wall Street versucht sich nach dem erneuten Tech-Abverkauf zu stabilisieren. Besonders Halbleiter stehen unter Druck: Der SOX-Halbleiter-Index fiel am Donnerstag um fast 7 Prozent und testet erstmals seit 16 Monaten wieder seine 200-Tage-Linie. Gleichzeitig ist die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen deutlich auf rund 5 Prozent gefallen, ein wichtiger Entlastungsfaktor für Wachstumswerte. Das zentrale Problem bleibt jedoch die Finanzierung des KI-Booms. OpenAI will bis zu 30 Milliarden US-Dollar aufnehmen, allerdings nur noch zu einer Bewertung von 1,25 Billionen US-Dollar, deutlich unter den zuletzt kolportierten 1,4 bis 1,5 Billionen. SpaceX bereitet zudem eine 40-Milliarden-US-Dollar-Anleihe zu höheren Finanzierungskosten vor, während bei Meta über eine mögliche Kapitalerhöhung spekuliert wird. 23.10. Fundamental bleibt die Nachfrage stark. Western Digital übertrifft Gewinn- und Umsatzerwartungen klar und liefert einen deutlich besseren Ausblick, auch Bloom Energy hebt nach starken Zahlen erneut die Jahresprognose an. JPMorgan bleibt trotz der Turbulenzen taktisch bullish und sieht die fundamentale Gewinnentwicklung weiterhin intakt, warnt aber davor, dass die Rotation aus Tech noch nicht vorbei sein dürfte.
Die Wall Street steht stark unter Druck, obwohl die Zahlen überwiegend ordentlich ausfallen. Hauptbelastung ist erneut der Nahe Osten: Berichte über konkrete Vorbereitungen der USA und Israels für mögliche neue Angriffe auf Iran treiben Brent auf rund 112 US-Dollar und erhöhen damit die Inflations- und Zinsrisiken. Gleichzeitig liefert Meta Platforms operativ starke Zahlen. Der Umsatz steigt um 26 Prozent, der Ausblick für das vierte Quartal liegt über den Erwartungen, und das Management betont, dass KI bereits zusätzliche Werbeerlöse generiert. Allerdings schafft eine neue stimmrechtslose Aktienklasse, die künftig auch für Kapitalaufnahmen genutzt werden könnte. Genau das hält die Diskussion über die Finanzierung des KI-Ausbaus am Leben. Tesla überzeugt beim Gewinn und vor allem mit stark wachsender FSD-Nutzung, während IBM und Texas Instruments ebenfalls besser als erwartet berichten.
Auch wenn es für den Bitcoin seit Längerem nicht wirklich gut aussah, konnte er sich doch langsam, aber stetig in Richtung einer entscheidenden Marke bewegen. Ob nun der Sprung auf die 100.000 US-Dollar tatschlich kommt oder ob alles wieder in sich zusammenfällt, das bespricht Wieland Arlt, CFTe und ehemaliger Präsident der IFTA in dieser Ausgabe von Fast & Forex.
Die Wall Street bekommt Rückenwind aus dem KI-Sektor. SpaceX überrascht mit deutlich besseren Zahlen. Der Umsatz springt im dritten Quartal um 161 Prozent, die Super Intelligence-Sparte wächst sogar um 830 Prozent. Gleichzeitig stellt Elon Musk für 2027 einen massiven Ausbau der Rechenkapazität in Aussicht und hält eine Kombination von SpaceX und Tesla grundsätzlich für sinnvoll, auch wenn dafür die Zustimmung der Aktionäre nötig wäre. Zusätzliche Unterstützung kommt von Supermicro. Der Umsatz und die Margen werden deutlich über den Erwartungen liegen, angefacht durch die starke KI-Nachfrage. Auch der NVIDIA CEO betont in einer Rede, dass das Wachstum ungebrochen stark bleibt. Gegenwind liefert Netflix, mit einem Ausblick unter den Zielen. Die Prognose für die Werbeumsätze für 2026 werden ebenfalls gesenkt. Heute Abend folgen mit Meta, Tesla und IBM drei weitere Schwergewichte. Belastend bleibt der Ölpreis: Brent steigt über 111 US-Dollar.
Die Wall Street bleibt zwischen starken Unternehmenszahlen und wachsenden Zweifeln am KI-Boom gefangen. Im Mittelpunkt steht erneut die Finanzierung der KI-Infrastruktur: OpenAI will offenbar rund 30 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von etwa 1,4 Billionen US-Dollar einsammeln, bevor Anthropic an die Börse geht und das Kapitalmarktfenster womöglich schwieriger wird. Gleichzeitig brach der südkoreanische Rechenzentrums-Anbieter Elice bei seinem Börsendebüt um rund 30 Prozent ein, während laut Standard & Poor‘s vor möglicherweise unterschätzten Schulden der Hyperscaler warnt. Selbst starke Nachfrage reicht inzwischen nicht immer: ABB meldet 40 Prozent mehr Aufträge und dreistelliges Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft, die Aktie steht dennoch unter Druck. Abseits von Tech fallen die Zahlen dagegen robust aus: General Motors, GE Aerospace, Northrop Grumman und RTX schlagen überwiegend die Erwartungen und heben ihre Ausblicke an. Einige dieser Werte stehen dennoch unter Druck.