Über Israel und Palästina sprechen

#Reupload: Kein legitimes Ziel – Anja Osterhaus über getötete Journalist*innen im Krieg und der Verfassung der Pressefreiheit weltweit

Über Israel und Palästina sprechen

Show Notes

In dieser Folge spreche ich mit Anja Osterhaus, Geschäftsführerin bei Reporter ohne Grenzen. Seit April 2024 verantwortet sie dort die politische Arbeit und strategische Ausrichtung. Zuvor leitete sie fast sieben Jahre das Deutschlandbüro von Oxfam als Programmdirektorin und war zuvor bei Transparency International für die Region Europa und Zentralasien zuständig. Mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft (Berlin und Mexiko-Stadt) bringt sie jahrzehntelange Erfahrung in internationalen NGOs, im Menschenrechtsschutz und in der Pressefreiheit mit. Im Gespräch geht es um die gezielten Tötungen von Journalist*innen im Gazastreifen – aktuell am Beispiel von Anas al-Sharif und seinen Kollegen, allesReporter aus Gaza, deren Tod weltweit Schlagzeilen machte. Wir sprechen darüber, ob eine mutmaßliche Nähe zu einer Konfliktpartei jemals ein legitimer Grund für solch eine Tat sein kann, welche völkerrechtlichen Schutzmechanismen eigentlich greifen müssten und wie realistisch eine unabhängige internationale Aufklärung ist. Außerdem diskutieren wir, wie Reporter ohne Grenzen vergleichbare Fälle weltweit einordnet, welche Rolle internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen dabei spielen – und was passieren müsste, damit Pressefreiheit auch in Kriegs- und Krisengebieten konsequenter verteidigt wird und wie es um die Pressefreiheit in Deutschland und der Welt steht. Gast: Anja Osterhaus Host: Shai Hoffmann Links und mehr: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-verurteilt-gezielte-toetungen-in-gaza https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/neue-rsf-geschaeftsfuehrung-ist-komplett https://www.tagesspiegel.de/internationales/israel-totet-bekannten-journalisten-in-gaza-gegen-al-sharif-wurde-zuletzt-eine-regelrechte-kampagne-gefuhrt-14159960.html https://www.br.de/mediathek/podcast/br24-medien/pressefreiheit-wie-koennen-wir-sie-retten/2106020 https://taz.de/Tag-der-Pressefreiheit-2025/!6062439/ Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari (Video-Snippets). Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!

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Oct 23, 2026

What does it feel like to serve in the Israeli military for over 24 years and then publicly oppose the occupation? In this episode, I speak with Nir Avishai Cohen. He is an Israeli peace activist, former spokesperson for Breaking the Silence and author. In 2023, he publicly declared that he no longer wanted to serve in the IDF. Yet after October 7, he returned to reserve duty for three months. Today, he accompanies Palestinian communities in the northern Jordan Valley who are threatened by settler violence. In his 2025 book A Stranger in My Homeland, he documents the collapse of Israeli democracy, his experiences during the war and state repression. He also writes about the loss of his father, who took his own life out of despair over the country’s trajectory. We talk about the growing influence of Religious Zionism within the military, a left that has become a minority, and the question of why liberal Israelis call for democracy while often ignoring the occupation. We also discuss the upcoming elections in Israel and what political future might be possible for a democratic, Jewish-Arab coalition. Guest: Nir Avishai CohenHost: Shai Hoffmann Links: https://www.facebook.com/JordanValleyActivists?rdid=wBVj7DgCJXWyWRGd&share_url=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fshare%2F14s8RoPUi4x%2F https://mistaclim.org/en/ https://www.amazon.de/-/en/Stranger-Homeland-Nir-Avishai-Cohen/dp/B0H231MB1C https://www.instagram.com/nir.a.cohen?utm_source=qr&cplk=MWt4ODN6b25xaXA4 https://www.amazon.com/dp/B0F1LLC91J?lv=shuf&bestFormat=true&rsd=Q4Yif8GIlVO7gtrds3%2B7QCOpZCExHeLIjNw2zj4Fs4ZCHOjXYnbCC5KwRGkV7cKVD8yQnrZ2gp9eLHpz6MtVWtoTCoH3LaMZANDDQSg4KW6H&edk=AQIDAHi1lw%2FM8UbbSMD9ScOOFEmBMHMthHeEhqDaQYPJUAX3jQGD4CMAve2tjCCcbN4Qz%2F1YAAAAfjB8BgkqhkiG9w0BBwagbzBtAgEAMGgGCSqGSIb3DQEHATAeBglghkgBZQMEAS4wEQQMnH0lnWykhFCrsMpfAgEQgDu1nFcwuxq3nWcVBEZET4QIOGFLnrwv6HOuKvbhnAhRPXxNNdklcZMCVSvvAXr646KS14PY0wgzIvX7NA%3D%3D&social_share=cm_sw_r_ffobk_cso_wa_apan_dp_2KJJ0R9T0XCTY7QAFB70&channelId=704&ref_=cm_sw_r_ffobk_cso_wa_apan_dp_2KJJ0R9T0XCTY7QAFB70&plpRedirect=mhFallback Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbH IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03 Bank: GLS Gemeinschaftsbank

Oct 14, 2026

Serena Bilanceri wollte nach Israel zurückkehren. Israel hat ihr die Wiedereinreise verweigert. Begründung der Behörden: zwei Kommentare aus dem Jahr 2025. Darin schrieb sie über die humanitäre Lage in Gaza, Siedler*innengewalt im Westjordanland und Sanktionen gegen die israelische Regierung. Die taz, für die Bilanceri als Korrespondentin arbeitet, widerspricht der Darstellung, sie habe zum Boykott Israels aufgerufen. Serena Bilanceri ist freie Auslandskorrespondentin und berichtet seit 2020 aus dem Nahen Osten. Sie lebt in Bremen und Amman. Seit Juni 2026 ist sie offizielle taz-Korrespondentin für Israel und die palästinensischen Gebiete. Derzeit hält sie sich in Jordanien auf. In dieser Folge spreche ich mit ihr darüber, was das für ihre Arbeit bedeutet. Und darüber, was ihr Fall über den Umgang Israels mit ausländischen Journalist*innen verrät. Eine Folge über die Frage, wie viel Kritik ein Staat aushält. Und was passiert, wenn Journalist*innen zum Problem werden. Gast: Serena BilanceriHost: Shai Hoffmann Links: https://taz.de/Siedlergewalt-im-Westjordanland/!6129845/ https://taz.de/Wadephul-blockiert-EU-Israel-Sanktionen/!6107791/ https://taz.de/Drei-Jahre-nach-dem-7-Oktober/!6214490/ https://www.instagram.com/sbilanceri/ Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank

Oct 13, 2026

How far has the normalization of far-right politics gone? And what do contacts between Netanyahu’s camp and the AfD have to do with it? I’m speaking with David Issacharoff. He is an editor and writer for the English edition of the Israeli newspaper Haaretz, where he covers Israeli politics and society, relations between Israel and Europe, antisemitism, and right-wing populism. He also writes for German-speaking audiences, most recently a guest essay for Der Spiegel on contacts between Netanyahu’s circle and Germany’s AfD. Israel votes on October 27, 2026, three years after the October 7, 2023 attacks. We talk about the election campaign, the question of political accountability, and whether the opposition has accepted the ethnic rules set by the right. We also ask what these developments mean for Europe, and where comparisons between Israel and Germany reach their limits. Guest: David Issacharoff Host: Shai Hoffmann Links: https://www.instagram.com/davidiss1/ https://x.com/davidiss https://www.haaretz.com/ty-WRITER/00000187-d6b9-d6a1-ad87-feb955650000 https://www.spiegel.de/ausland/israel-wie-benjamin-netanyahu-den-kontakt-zur-afd-sucht-a-96560efa-ad3e-4e92-be61-a8f25df80a59 https://www.spiegel.de/ausland/israel-regierung-beschliesst-offenbar-boykott-gegen-linksliberale-zeitung-haaretz-a-9a496ffd-e4e3-4993-b49d-fe6ac0edc3b5 https://internationalepolitik.de/de/strategische-vertuschung Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank Für Gästewünsche bitte eine Email an podcast[at]gesellschaftimwandel.org schicken.

Oct 2, 2026

Warum ist UNRWA so umstritten? Und was hat das mit dem palästinensischen Rückkehrrecht zu tun? Darüber spreche ich mit Alon Sahar. Er ist deutsch-israelischer Forscher, Strategieberater und Filmemacher. Außerdem gründete er den Newsletter „Staatsräson Monitor“. Kürzlich erschien seine Studie „Die Kampagne gegen das UNRWA und das palästinensische Rückkehrrecht in Deutschland“. Sahar untersucht darin, wie politische Akteur*innen in den USA, Deutschland und Israel versucht haben, UNRWA zu diskreditieren, um die Finanzierung des Hilfswerks langfristig zu beenden. Wir sprechen über Deutschlands Rolle als großer Geldgeber, die Spannung zwischen Staatsräson, Solidarität mit Israel und internationalem Recht sowie darüber, wie politische Narrative entstehen und sich verbreiten. Der Streit um UNRWA ist real. Israel wirft dem Hilfswerk Verbindungen zur Hamas vor. Die UN hat einzelne Mitarbeitende entlassen. Sahars These von einer koordinierten Kampagne ist trotzdem umstritten. Genau deshalb fragen wir: Wo endet legitime Sorge? Wo beginnt politische Einflussnahme? Gast: Alon SaharHost: Shai Hoffmann Links: Staatsräson Monitor https://staatsraesonmonitor.substack.com/ Israelis für Frieden https://www.instagram.com/israelisforpeace_de/ Rosa Luxemburg Report: English - The Campaign against UNRWA and the Palestinian Right of Return in Germany: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Studien_7-26_UNRWA_engl_web.pdf German - Die Kampagne gegen das UNRWA und das palästinensische Rückkehrrecht in Deutschland https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Studien_6-26_UNRWA_Web.pdf Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank

Sep 25, 2026

Der aktuelle Antisemitismusdiskurs um die Berliner Linke hat den Wahlkampf überschattet und prägt auch nach der Wahl die politische Debatte. Doch was ist tatsächlich passiert – und was wurde im Wahlkampf daraus gemacht? Darüber spreche ich mit der Journalistin und Nahostexpertin Kristin Helberg. Zum Einstieg frage ich sie, was sie im Wahlkampf der Linken und bei ihren politischen Gegner*innen beobachtet hat. Wir diskutieren über Elif Eralp, die Vorwürfe gegen Teile der Partei, die politische Instrumentalisierung des Antisemitismusbegriffs und die Frage, wann berechtigte Kritik in pauschale Verurteilung umschlägt. In unserer Bewertung des Linken-Bezirksverbands Neukölln widersprechen wir uns deutlich. Gerade deshalb geht es in dieser Folge nicht um einfache Antworten, sondern um Differenzierung: Wie lässt sich realer Antisemitismus klar benennen, ohne legitime Kritik an Israels Regierungspolitik zu delegitimieren? Welche Verantwortung tragen Parteien, Medien und politische Akteur*innen für die Zuspitzung? Und wie kann eine Debatte gelingen, die jüdische Ängste ebenso ernst nimmt wie palästinensische Perspektiven? Eine kontroverse Folge über politische Verantwortung, doppelte Maßstäbe und die schwierige Kunst, einander auch im Widerspruch zuzuhören. Gast: Kristin HelbergHost: Shai Hoffmann Weiterführende Links: Mehr über Kristin Helberg: Instagram: @helbergkristin

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