DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

DDCAST 253 - Beyond the label – 20 Years of Berlin as a UNESCO City of Design

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Show Notes

In dieser Ausgabe gehen wir der Frage nach, was es bedeutet, eine UNESCO City of Design zu sein, und werfen einen Blick auf Berlins 20-jährige Geschichte als Teil dieses weltweiten Kreativnetzwerks. UNESCO steht für die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Das Creative Cities Network der UNESCO wurde 2004 ins Leben gerufen und verbindet heute mehr als 400 Städte in über 100 Ländern. Die Idee dahinter ist einfach: Städte zusammenzubringen, die Kreativität und Kultur als zentrale Motoren der Stadtentwicklung und als wesentliche Grundlage für eine nachhaltige Zukunft verstehen. Innerhalb dieses Netzwerks wird jede Stadt in einer von acht kreativen Disziplinen ausgezeichnet: Architektur, Kunsthandwerk und Volkskunst, Design, Film, Gastronomie, Literatur, Medienkunst oder Musik. Für die Mitgliedsstädte ist das Netzwerk weit mehr als ein Ehrentitel. Es eröffnet Möglichkeiten zum Austausch von Ideen, zur Entwicklung internationaler Partnerschaften und zum gegenseitigen Lernen. Gleichzeitig unterstützt es die Städte dabei, ihre Kreativwirtschaft zu stärken und international sichtbar zu machen. In diesem Jahr feiert Berlin sein 20-jähriges Jubiläum als UNESCO City of Design. Als erste deutsche Stadt, der dieser Titel verliehen wurde, wurde Berlin für seine lebendige Designkultur und seinen Beitrag zu Innovation, Kreativität und Stadtentwicklung ausgezeichnet. Geprägt von einer einzigartigen Geschichte sowie einer außergewöhnlichen Vielfalt an Menschen und Ideen hat sich die Stadt zu einem internationalen Zentrum für Design entwickelt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Berlin kontinuierlich in sein kreatives Ökosystem investiert – durch Förderprogramme, Beratungsangebote, Designzentren und internationale Kooperationen. Dabei wird Design gleichermaßen als kulturelle Stärke und als bedeutender Wirtschaftsfaktor verstanden. Anfang Juni dieses Jahres trafen sich rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der UNESCO Cities of Design in Berlin und Frankfurt zu ihrem jährlichen Netzwerktreffen, um sich über Design, Innovation und die Zukunft der Städte auszutauschen. Wir waren vor Ort, um mit einigen der Delegierten zu sprechen und sie zu fragen, was die Mitgliedschaft im Netzwerk für sie bedeutet. Außerdem wollten wir erfahren, welchen Eindruck Berlin bei ihnen hinterlassen hat – und welche Hoffnungen sie mit der Zukunft des Programms UNESCO Cities of Design verbinden.

Die Interviewten sind: Dawn Lim, Singapore Diana Soldane, Daugavelis, Latvia Patrick Marmen, Montreal Rachael Ho, Asahikawa, Japan Stin Debaille, Kortrijk, Belgium Emma Bugden, Whanganui, New Zealand Kiana Wenzell, Detroit USA

Diese Sendung wurde im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums Berlins als ,UNESCO City of Design produziert und unterstützt durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe der Stadt

Hinweis: Die Sprecherinnenstimme in dieser Folge wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

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ANNE MEEKERS ist Soziologin und Experience-Design-Strategin. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie an der Schnittstelle von Design, Innovation und gesellschaftlicher Veränderung, unter anderem bei Accenture, Fjord und Publicis Sapient. Design versteht sie dabei weniger als ästhetische Disziplin, sondern als strategisches Instrument: um Systeme, Beziehungen und Erfahrungen zu gestalten – und die Welt darin ein wenig menschlicher zu machen. 2023 wurde ihre Tochter Coco still geboren. Anne fand sich plötzlich in einer der menschlichsten Erfahrungen überhaupt wieder – Tod und Trauer – und zugleich in einer Welt, die im Umgang damit erstaunlich wenig Raum für das Menschliche ließ. Sie richtete ihre Arbeit daraufhin radikal neu aus, wurde Trauerbegleiterin, Death Doula und systemische Coachin und begann, als Ritual- und Abschiedsgestalterin zu arbeiten. Was sie aus zwei Jahrzehnten Designpraxis mitbrachte, bekam dabei einen neuen Kontext. Heute arbeitet Anne an der Schnittstelle von Design, Trauer, Kunst und kollektiver Praxis. Mit dem Casa Coco Grief Collective entwickelt sie Rituale, Workshops und Installationen und untersucht, wie wir die kulturellen und sozialen Räume rund um Tod, Trauer und Erinnerung anders gestalten können. Die Frage dahinter ist im Grunde dieselbe geblieben: Wie gestalten wir eine menschlichere Welt?

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