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Fraunhofer-Präsident Hanselka: Wir müssen viel mehr für unsere Unternehmer tun

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Die Künstliche Intelligenz ist beeindruckend, Computer können immer mehr. Doch nicht nur in diesem Bereich vollzieht sich ein rasanter technischer Fortschritt. Es geht auch um viele Anwendungen in der Industrie, wo eine neue Legierung, eine neue chemische Verbindung, ein effizienterer Energieeinsatz, eine stabilere Schraube oder Ähnliches einen Unterschied ausmachen. Deutschlands technisches Niveau entscheidet sich nicht nur in den Maschinenräumen der Software-Entwickler, sondern in unzähligen anderen Domänen, in denen findige Tüftler gefragt sind.

Wie steht es darum? Holger Hanselka ist Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, die sich dem Ziel verschrieben hat, wissenschaftliche Weiterentwicklungen schnell in praktischen Anwendungen und Produkte zu überführen, die am Markt bestehen. Mit mehr als 30.000 Mitarbeitern und mehr als 70 Forschungsinstituten ist sie deutschlandweit präsent. Zu ihren Kunden zählen zahlreiche Mittelständler. Gerade sie sind ein Grund, aus dem heraus die Fraunhofer-Gesellschaft wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben oft nicht ausreichend eigene Mittel, um große Forschungslabore betreiben zu können - und können dies auslagern.

Zugleich hat sich das wirtschaftliche Umfeld zuletzt auch für Fraunhofer verschlechtert. Denn der Erfolg der Gesellschaft hängt wie beschrieben wesentlich auch davon ab, wie viele Kunden sie in der privaten Wirtschaft gewinnen kann – und wenn die Unternehmen sparen oder Investitionen hinauszögern, weil die Unsicherheit wächst, dann merken sie das auch in den Fraunhofer-Instituten.

Wie also steht es um die deutsche Wirtschaft? Wie schlägt sich die Fraunhofer-Gesellschaft gerade? Und wer war eigentlich der Namensgeber Joseph von Fraunhofer, dessen 200. Todestag in dieses Jahr fällt? Und schließlich: Was sind die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen - ständig nur mehr Geld umzuverteilen zählt nicht dazu, sagt Hanselka. Er wünscht sich mehr Fokus auf Wirtschaftswachstum. Und wirbt dafür, Unternehmer mehr ins Rampenlicht zu stellen, die eben für gut bezahlte Arbeitsplätze heute und morgen sorgen.

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