
Show Notes
Hobbies - ein absolutes Dauerthema bei den drei apokalyptischen Reitern der Midlifecrisis. Dabei unterscheidet man Hobbies in drei Kategorien: Gute Hobbies, schlechte Hobbies und Schmitts Hobbies. Der Borelord himself schafft es immer wieder auf kreative Art jegliches Vorstellungsvermögen des menschlichen Daseins zu sprengen, Erwartungen zu unterlaufen und Ratlosigkeit zu verbreiten. Hier sein neuester Clou: Schmitt hat rausgefunden, dass man sein Schwert & Zauberspiel „Elden Ring“ nicht mal selbst zocken muss, sondern es vollkommen ausreicht, wenn man wehrlosen Angestellten von Florida TV beim Spielen „über die Schulter guckt“ und im sekundentakt „wertvolle ungefragte Tipps“ ins Mikrofon doktert. Ja, ihre Einschätzung ist richtig, das ist sehr wenig Hobby, das ist absolut Nichts. Aber gut, abhaken, müssen die beiden Kollegen eben die Kohlen aus dem Feuer holen. Was haben Sie zu bieten, in Sachen Zeitvertreib? „Kuchen fressen im KaDeWe“, „Schmitt nerven, dass er mitkommt, zum Kuchen fressen, im KaDeWe“ und „Sportwetten“. Richtig, Klaas Heufer-Umlauf hat einen „kreativen Weg“ gefunden, wie er sich doch noch für die Fussball-Weltmeisterschaft begeistern kann. Geld verlieren. Klingt beschissen, ist aber nicht halb so peinlich wie ARBEITSKOLLEGEN BEIM ELDEN RING ZOCKEN ZUSCHAUEN. Nachdem diese Grundsätzlichkeiten geklärt sind, bleibt zwischen all dem Schwachsinn auch noch Zeit für ernste Themen: Asterix-Comics. Aus einer diffusen Laune heraus hat Lundt nämlich beschlossen, dass es auf Gottes schöner Erde kein schlimmeres Übel gibt als die Ikonen unserer Kindheit. „Tod & Hass dem Idefix“ ist nach „ich hasse Tiere“ der neueste Hit aus dem Hause Lundt und es stellt sich unweigerlich die Frage, wann der Staat hier endlich eingreift. Wo ist die Zensur wenn man sie braucht, ist die zentrale Frage, dieser hoffentlich bald verbotenen Folge von Baywatch Berlin.
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Drei mächtige Planeswalker betreten das Schlachtfeld. Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt und Jakob Lundt. Jeder mit eigenem Deck, fragwürdiger Manakurve und der festen Überzeugung, diese Partie kontrollieren zu können. Klaas tappt zwei schwarze Mana und beschwört Heinos Messerset, ein legendäres Artefakt mit Todesberührung und einem Marktwert von 120 Euro. Thomas wirkt „Automatisierte Beleuchtung“, eine blaue Verzauberung und aktiviert seine passive Fähigkeit: „Katha bekommt den alten Scheiß“. Sämtliche überflüssigen Artefakte wechseln unter Kathas Kontrolle. Jakob hält seine Mana offen. Er ahnt Schlimmes. In der zweiten Hauptphase erscheint der Sexschamane, eine legendäre Kreatur mit zweifelhafter Widerstandskraft und der aktivierten Fähigkeit „Neue Niere“. Klaas zieht seine Lieblingsboulette, jetzt dank neuem Lieferanten mit Flash. Thomas kontert mit „Tim Sproten, der ewige Esser“, einer 0/8-Kreatur, die jede Versorgungsphase um drei Stunden verlängert. Jakob erhält fünf Ekel-Counter. Plötzlich geht ein Trigger auf den Stack. Klaas wirkt eine Ndrangheta-Hexerei.
Die neuste Folge des ehemaligen Sauna- und Wellness-Podcasts „Baywatch Berlin“ startet mit einem geheimnisvollen Geräusch. Wer es erkennt qualifiziert sich automatisch für ein Trauma. Doll! Stark! Klasse! Nach dem Powerthema „Wellness“ in der letzten Woche, befassen sich die drei gewieften Medienstrategen direkt mit dem nächsten Filetstück der Podcast-Szene: Crime Grusel Grusel! Es geht um Einbrüche, Messermörder in der Dusche und warum Klaas Verwandter ersten Grades von Karlsson vom Dach ist.
So, dann mal Schmuck ablegen, Handtuch um die Hüfte und mit der Lotion einreiben - ab geht die wilde Fahrt! Machen Sie sich bereit für Baywatch Berlin, den Sauna-Aufguss für die Ohren! Wie lange schaffen Sie es, sich den neuesten Hot Takes von Klaas, Schmitt & Lundt auszusetzen? Halten Sie durch, wenn Ihnen das inhaltslose Geplapper wie heiße Luft ins Gesicht gewedelt wird und pausenlos Schnappsideen auf die heißen Steine Ihrer Geduld gekippt werden? Ja, die Sanduhr rieselt langsam, wenn Schmitt ausführlich von seinen Erlebnissen im Wellnesshotel erzählt, in dem von 15-17 Uhr Saunaaufgüsse anstanden und die restliche Zeit für „Schämen“ draufging. Wie einst Odysseus ist Schmitt auf den Cringeozean hinausgesegelt, hat in der Sauna mehr als nur einen Zyklopen gesehen und Dinge getan, die jegliche Vorstellungskraft sprengen. Mit aschfahlen Visagen lauschen Klaas & Lundt dem viel zu detaillierten Schreckensbericht des saarländischen Hellriders und vergessen dabei komplett, dass die Hörerinnen und Hörer von Baywatch Berlin schon nach der ersten Nackt-Anekdote keuchend in den Seilen hängen. Doch bei all dem Elend, all dem Schrecken, vergisst sogar Klaas mit einem plötzlichen „Ich möchte ein Wort verbieten!“ das Thema zu wechseln und so bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Folge schwitzend und mit schamrotem Kopf durchzuhalten und leise zu hoffen, dass man beim anschließenden Sprung ins Eiswasser von einem Herzinfarkt erlöst werde.
Die Energie der aktuellen Folge wird vom Hersteller heute in Linnemann angegeben. Diese bewegt sich erfreulicherweise bereits im ersten Teil im oberen Bereich und stabilisiert sich im weiteren Verlauf zu einer neun von zehn auf der „Einfach mal machen“-Skala.
Für die Folgenbeschreibung in dieser Woche haben wir exklusiv Markus Lanz gewinnen können.