
Show Notes
Marcus Anhäuser und Thomas Schmuck treffen sich zum ersten Mal, um sich der Wissenschaft Goethes anzunähern. Thomas arbeitet als Wissenschaftshistoriker in Weimar und ist verantwortlich für die naturwissenschaftliche Sammlung Johann Wolfgang von Goethes, Marcus ist Wissenschaftsjournalist und lebt in Dresden.
In dieser ersten Folge erfahren wir die Basics zu Goethe und zum Podcast: Wie kam Goethe nach Weimar, in welcher Zeit lebte er, wie entstand seine naturwissenschaftliche Sammlung? Was findet sich in der Sammlung, die 23.000 Objekte umfasst? Thomas und Marcus erklären, was sie im Podcast planen.
Hinweis: Diese Folge wurde bereits 2021 aufgenommen.
Die Links zur ersten Folge über Goethes Naturwissenschaft und Forschung mit dem Wissenschaftsjournalisten Marcus Anhäuser und dem Wissenschaftshistoriker Thomas Schmuck:
Goethe Nationalmuseum in Weimar Goethes Sammlungen Wikipedia: Johann Wolfgang von Goethe Wikipedia: Goethe erzählt sein Leben, Hörspielserie von 1949. DLF: Vor 245 Jahren, Goethes Ankunft in Weimar (von 2020)
Mit Musik von Stephen The Levite, Friendly Savages, Jeff Owen, Saint James, Bryan Rahija via Audiio.
Idee und Produktion: Marcus Anhäuser, 2023 Dresden Cover: Marcus Anhäuser
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In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.
Die 24. Folge des Goethe-Podcasts „Natur und Geist“ widmet sich einem Buch, dass es überraschenderweise bisher nicht gab: Das neue Buch von Thomas Schmuck über Goethes geowissenschaftliche Sammlung mit dem Titel: „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln“. Im Gespräch mit Marcus erklärt Thomas nicht nur den Inhalt des Buches, sondern auch, wie ein solches wissenschaftshistorisches Werk entsteht und warum es so lange gedauert hat, Goethes umfangreiche geowissenschaftliche Sammlung in dieser Form zu untersuchen. Die Sammlung umfasst mehr als 18.000 Objekte und macht den größten Teil von Goethes naturwissenschaftlichen Beständen aus.
In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795-1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch „Zehn Jahre bei Goethe“ (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.
August von Goethe (1789-1830), der einzige überlebende Sohn Johann Wolfgang von Goethes, führte ein Leben im Schatten seines berühmten Vaters. Geboren als uneheliches Kind aus der Beziehung zu Christiane Vulpius, wurde er erst durch die spätere Heirat seiner Eltern 1806 hoffähig. Seine Kindheit war geprägt von der Nähe zur Naturwissenschaft: Bereits mit fünf Jahren begleitete er seinen Vater ins Ilmenauer Bergwerk, sammelte Fossilien und Mineralien und wurde später zu einem wichtigen Helfer Goethes in geowissenschaftlichen Fragen.
In dieser Folge erklärt uns Thomas, was Goethe mit der Entdeckung des Ultraviolett zu tun hat: Am 22. Februar 1801 entdeckte der Pharmazeut Johann Wilhelm Ritter in Jena das ultraviolette Licht - eine unsichtbare Strahlung jenseits des violetten Spektralbereichs. Ritter, ein experimentierfreudiger Forscher, der sich mit Galvanismus, Elektrizität und Optik beschäftigte, nutzte lichtempfindliche Silbersalze (wie Silberchlorid), um die Existenz dieser Strahlung nachzuweisen. Er platzierte diese Substanzen hinter einem Prisma, wo das Sonnenlicht in seine Spektralfarben zerlegt wurde. Während das sichtbare Licht nur eine schwache Schwärzung der Silbersalze verursachte, reagierte der unsichtbare Bereich jenseits des Violetts intensiv - ein Beweis für die Existenz des Ultravioletts. Für Marcus ist Ritter ein weiteres typisches Beispiel für die Wissenschaftler in dieser Zeit als die Geheimnisse der Welt noch ohne große Gerätschaften zu entdecken waren.