
Show Notes
Es ist eine kleine Sensation: Plötzlich berichten Medien weltweit über einen kleinen Teil von Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung. Thomas hat mit einem Team der Uni Jena und des Phyletischen Museums eine vierzig Millionen Jahre alte Ameise in einem der Bernsteine Goethes entdeckt. Ist es eine neue Art? Das Team macht Röntgen-Aufnahmen in unglaublicher Feinheit. Thomas Kollege Bernd Bock, Präparator am Phyletischen Museum Jena, erzählt als Gast in der aktuellen Folge, wie die Ameise am DESY in Hamburg mit Synchrotron-Strahlung gescannt wird, und die Forscher*innen sogar ein 3D-Modell der Ameise erstellen. Die Pläne dazu kann sich jeder und jede herunterladen und selbst mit einem 3D-Drucker ausdrucken.
Thomas erklärt Interessantes zu Goethes Bernsteinsammlung, und dass sie größer ist als lange bekannt war. Marcus ist natürlich hellauf begeistert von der Entdeckung, aber auch dem Aufwand, den Forschung betreibt, um auch nur kleinste Puzzlestücke für das Wissen der Welt zu entdecken. Jetzt sucht das Team Spezialisten, die sich mit Kriebel- und Trauermücken auskennen, denn diese finden sich auch im Bernstein, aber für eine genauere Analyse fehlen den Jenaern die genauen Kenntnisse. Die Folge erscheint etwas später als gedacht, weil die Drei ungewöhnlich viele Hürden zu nehmen hatten, bis die Aufnahme im Kasten war.
Links: Fachartikel in Scientific Reports, Boudinot et al. (2026) Discovery of Goethe’s amber ant: its phylogenetic and evolutionary implications Pressemitteilung der Uni Jena, Sehr gut erhaltene Ameise in Goethes Bernstein Pressemitteilung des DESY, Die Bernstein-Beamline und die Goethe-Ameise 3D-Modelle der Ameise, der Kriebelmücke und der Trauermücke Heinrich Goeppert Christian Gottlob von Voigt Bernstein Synchrotronstrahlung Drüsenameise Ctenobethylus goepperti (engl.) Phyletisches Museum Jena, Ausstellung Electro Mundi – Bernsteinwelten (noch bis 28.2.2026)
Mit Musik von Gas Lab, Slowdrip, Ted Taforo, KapKapMoode, Edward Cross, Akolo via Audiio.
Idee, Technik und Produktion: Marcus Anhäuser
Podcast-Tipp: Ausgesuchte Wissen(schaft)sPodcasts gibts auf Wisspod.de
Bernhard Bock Kontakteintrag auf der Mitarbeiterseite des Institut für Zoologie und Evolutionsforschung
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Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar. Marcus bei Riffreporter.
Weitere Podcasts von/mit Marcus Anhäuser: RiffReporter Podcast - tiefer eintauchen in die Themen BücherRausch – der Podcast der Städtischen Bibliotheken Dresden IGeL-Podcast – Der Gesundheits-Podcast des IGeL-Monitors.
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In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.
Die 24. Folge des Goethe-Podcasts „Natur und Geist“ widmet sich einem Buch, dass es überraschenderweise bisher nicht gab: Das neue Buch von Thomas Schmuck über Goethes geowissenschaftliche Sammlung mit dem Titel: „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln“. Im Gespräch mit Marcus erklärt Thomas nicht nur den Inhalt des Buches, sondern auch, wie ein solches wissenschaftshistorisches Werk entsteht und warum es so lange gedauert hat, Goethes umfangreiche geowissenschaftliche Sammlung in dieser Form zu untersuchen. Die Sammlung umfasst mehr als 18.000 Objekte und macht den größten Teil von Goethes naturwissenschaftlichen Beständen aus.
In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795-1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch „Zehn Jahre bei Goethe“ (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.
August von Goethe (1789-1830), der einzige überlebende Sohn Johann Wolfgang von Goethes, führte ein Leben im Schatten seines berühmten Vaters. Geboren als uneheliches Kind aus der Beziehung zu Christiane Vulpius, wurde er erst durch die spätere Heirat seiner Eltern 1806 hoffähig. Seine Kindheit war geprägt von der Nähe zur Naturwissenschaft: Bereits mit fünf Jahren begleitete er seinen Vater ins Ilmenauer Bergwerk, sammelte Fossilien und Mineralien und wurde später zu einem wichtigen Helfer Goethes in geowissenschaftlichen Fragen.
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