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In der Österreichischen Nationalbibliothek liegt die größte öffentliche Papyrussammlung der Welt. Die mehr als 180.000 Schriftstücke umfassen rund Jahrtausende der Geschichte – doch nach 140 Jahren Forschung ist erst ein kleiner Teil davon wissenschaftlich erschlossen. In Briefen, Verträgen, Steuerquittungen und anderen Dokumenten könnten viele unbekannte Einblicke in das Leben der Menschen in der Antike stecken. Weltweit harren mehr als eine Million antiker Papyri ihrer Entschlüsselung.
Nun soll Künstliche Intelligenz dabei helfen, diese Texte schneller zu erschließen. Das neue KI-Modell Apollo der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurde speziell mit historischen griechischen Texten trainiert und kann unter anderem Lücken in beschädigten Papyri rekonstruieren. Erste Tests zeigen, dass die KI dabei mit menschlichen Fachleuten mithalten kann – und mitunter auf Lösungen kommt, an die Forschende selbst nicht gedacht haben.
Wie viel Unbekanntes steckt noch in den Wiener Papyri – und kann KI tatsächlich helfen, jahrtausendealte Texte zu entschlüsseln? Darüber sprechen Tanja Traxler und David Rennert in der neuen Folge des STANDARD-Podcasts Rätsel der Wissenschaft. Zu hören sind auch der Papyrologe und Leiter des Wiener Papyrusmuseums Bernhard Palme sowie die Althistorikerin und Papyrologin Anna Dolganov, die das Apollo-Projekt leitet.
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