
Show Notes
Seit 2007 mache ich diesen Podcast. Ist es also nicht höchste Zeit, dass wir hier auch mal über Podcasts sprechen? Ich erzähle dir erst etwas über die Geschichte der Podcasts und dann gebe ich dir Hörtipps, ok?
Anfang der 2000er-Jahre gab es die ersten Podcasts in den USA. Bald darauf sind wir auch hier in Deutschland gestartet. Ich bin seit 2005 dabei, damals gab es knapp 70 deutsche Podcasts. Heute sind es angeblich 70.000, das sagt zumindest Spotify.
Bei dieser Zahl ist also klar, dass es wirklich zu fast jedem Thema einen Podcast gibt. Und auch die Radiosender haben Podcasts für sich entdeckt und stellen ihre Sendungen ins Internet. Das finde ich persönlich sehr praktisch, weil ich sie dann hören kann, wenn ich Zeit und Lust habe. Und ich finde es super, dass alle neuen Episoden meiner abonnierten Podcasts automatisch bei mir landen – ich muss sie nicht suchen. So vergesse ich auch nie, sie zu hören!
Laut Studien von 2023 hören mehr als 40 Prozent der Deutschen zumindest manchmal Podcasts. Besonders junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren nutzen sie regelmäßig. Ich sage dir jetzt ein paar Podcasts, die ich gut finde oder die sehr bekannt und beliebt sind. Es sind aber Podcasts, die natürlich für Muttersprachler gemacht sind – die meisten sind für dich wahrscheinlich noch zu schnell. Aber probier es einfach mal aus, vielleicht verstehst du ja doch etwas!
Wenn ich so überlege, würde ich sagen, dass vor allem zwei Formate in Deutschland sehr beliebt sind. Das eine sind die sogenannten True-Crime-Podcasts. Da wird also über wahre Kriminalfälle gesprochen, meistens über spektakuläre Mordfälle, die wirklich passiert sind. Ich persönlich mag solche Podcasts nicht. Zum einen machen sie mir Angst, zum anderen finde ich es komisch, über diese Schicksale von Menschen ein unterhaltsames Format zu machen. Aber das ist Geschmackssache. Vor allem Frauen in Deutschland lieben True-Crime-Podcasts. Wenn du mal einen solchen True-Crime-Podcast hören willst, empfehle ich dir „ZEIT Verbrechen“.
Das andere Format sind die Gesprächspodcasts. Ich nenne sie auch gerne Laberpodcasts. Labern ist ein umgangssprachliches Wort für „sprechen“. Meistens machen diese Art von Podcasts Männer. Sehr alt und sehr bekannt ist zum Beispiel „Fest & Flauschig“ von Jan Böhmermann und Olli Schulz. Er gehört zu den meistgehörten Podcasts in Deutschland. Jan Böhmermann kennt man hier als Fernsehmoderator, Olli Schulz ist ein Singer-Songwriter. In ihrem wöchentlichen Podcast sprechen sie einfach über alles Mögliche, was ihnen gerade einfällt. Mit der Zeit hat man bei solchen Podcasts das Gefühl, die sprechenden Menschen zu kennen. Ebenfalls sehr bekannt ist „Baywatch Berlin“, da sprechen drei Männer. Und zwar sind das Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt und Jakob Lundt. Klaas ist ein Fernsehmoderator, und die anderen beiden arbeiten mit ihm zusammen beim Fernsehen. Beide Podcasts sind lustig und schnell. Und in „Sträter & Streberg“ sprechen die beiden Freunde über Filme und Serien.
Wenn du dich eher für Politik interessierst, dann wäre die „Lage der Nation“ etwas für dich. Philip Banse und Ulf Buermeyer fassen in diesem Podcast jede Woche die wichtigsten Themen zusammen. Ebenfalls politisch, aber noch etwas unterhaltsamer, ist „Apokalypse & Filterkaffee“ von Micky Beisenherz und Kolleginnen und Kollegen. Dieser Podcast erscheint jeden Tag und ist ungefähr eine halbe Stunde lang.
Bei der Vielzahl an Podcasts finde ich es schwer, eine Auswahl zu treffen. Daher sage ich dir jetzt einfach, welche Podcasts ich besonders gerne höre. Die deutsche Zeitung „Die Zeit“ veröffentlicht eigentlich nur gute Podcasts. Sie sind von hoher Qualität, und man lernt eine Menge dazu. Zum Beispiel sprechen Jochen Wegner und Christoph Amend in „Alles gesagt?“ mit einem bekannten Menschen. Das kann ein Schauspieler sein oder eine Wissenschaftlerin. Das Besondere an diesem Podcast ist, dass er so lange dauert, bis der Gast ein bestimmtes Codewort sagt. Dann ist er sofort vorbei. Manche
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