Nahost. Nah Dran.

Warum 73 Prozent der Deutschen der Nahost-Berichterstattung missvertrauen: Talk mit der Medienkritikerin Nadia Zaboura

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Show Notes

Bei keinem Medien-Thema ist das Vertrauen so gering, wie in die deutsche Nahost-Berichterstattung, ist das Ergebnis der „Mainzer Langzeitstudie für Medienvertrauen 2026“ . Karim El-Gawhary spricht mit der Kommunikationswissenschaftlerin und Medienkritikerin Nadia Zaboura darüber, warum das Vertrauen so niedrig ist. Sie analysieren sprachliche und visuelle Muster, ungleiche Quellenbewertung, Kriegspropaganda sowie den Umgang mit Kritik und Diffamierungskampagnen in deutschen Medien. Im Zentrum steht die Frage, wie Journalismus Vertrauen zurückgewinnen kann, wenn Völkerrecht, Menschenrechte und journalistische Sorgfaltspflichten vernachlässigt werden.

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In dieser Episode tauschen sich Karim El-Gawhary und sein Gast die Nahost- und Kriegsreporterin Petra Ramsauer, die hauptsächlich für die NZZ am Sonntag arbeitet, über die Entwicklungen im Konfliktherd Nahost aus. Im Gespräch versuchen sie die Lage am Golf, an der Straße von Hormus, im Iran, im Jemen, in Syrien, dem Libanon und am Ende in Gaza herunterzubrechen und auch analytisch gemeinsam mögliche weitere Szenarien herauszuarbeiten. Nicht immer sind sie sich einig, aber trotz Krisen, Repression und humanitärer Not richten beide den Blick auch auf gesellschaftliche Veränderungen und mögliche politische Auswege.

Oct 8, 2026

Im 19. Jahrhundert waren Österreich und der sogenannte Orient enger miteinander verbunden, als es heute im Bewusstsein präsent ist: über Triest, den Suezkanal, Handel, Reisen, Wissenschaft und Kultur. In dieser lehrreichen, aber auch unterhaltsamen Episode sprioht Karim El-Gawhary mit dem Kunsthistoriker Matthias Pfaffenbichler über diese vergessene Geschichte – von der ersten Giraffe in Schönbrunn, einer österreichischen Fez-Fabrik, der Dampfschifffahrts-Linie Triest-Alexandria bis zur Wiener Weltausstellung mit Ägypten-Pavillon und den österreichischen Architekten in Kairo. Dabei geht es auch um die Frage, wie der Orientalismus den europäischen Blick auf Ägypten und die arabische Welt geprägt hat.

Oct 7, 2026

Es ist vielleicht verwunderlich, warum ausgerechnet Karim El-Gawhary, der vom ORF quasi „ausgesondert“ worden ist – genau derjenige sein soll, der bei der Digital-Konferenz „Republica Vienna“ ein Plädoyer für öffentlich-rechtliche Medien gehalten hat. Darin setzt er sich für einen starken, unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und erklärt, warum dieser für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar ist. Gleichzeitig kritisiert er die politische Einflussnahme auf diese Medien, mangelnde Selbstkritik und insbesondere die Vertrauensprobleme in der Nahostberichterstattung. Mit Blick auf Social Media und Künstliche Intelligenz fordert El-Gawhary einen Journalismus, der vor Ort recherchiert, einordnet und Vertrauen schafft.

Sep 30, 2026

Im zweiten Teil dieses öffentlichen Podcast-Gesprächs mit dem Völkerrechtler Ralph Janik, das am 18 September in der Urania in Wien aufgezeichnet wurde, geht es um den Haftbefehl gegen den israelischen Premier Benjamin Netanjahu beim Internationalen Strafgerichthof. Außerdem wird ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs über die Illegalität der israelischen Besatzung des Westjordanlandes, Jerusalem und Gazas behandelt. Ralf Janik spricht auch darüber, ob der amerikanisch- israelische Angriff gegen den Iran völkerrechtswidrig war. Und am Ende geht es darum, welch schweren Stand das Völkerrecht in unserer sich neu bildenden Weltordnung hat.

Sep 24, 2026

In diesem 1. Teil des Gesprächs mit dem Völkerrechtler Ralph Janik erklärt dieser auf verständliche Weise das von Südafrika angestrengte Völkermord-Verfahren gegen Israel beim internationalen Gerichtshof IGH. Er bricht herunter, warum der IGH zuständig? Was wird Israel auf welcher Basis vorgeworfen? Wo sind die juristischen Knackpunkte, etwa die schwierige Frage, wie sich ein Völkermord juristisch anhand des Vorsatzes feststellen lässt? Welche Bedeutung haben die vom IGH bereits beschlossenen „vorläufigen Maßnahmen zur Verhinderung von Völkermord“ und wie wirkt sich das auf das weitere Verfahren aus? Außerdem geht es darum, warum Deutschland sich aus seiner Nebenintervention auf Seiten Israels still und leise aus dem Verfahren zurückgezogen hat. Behandelt wird auch ein weiteres Verfahren beim IGH, in dem Nicaragua Deutschland aufgrund seiner militärischen und politischen Unterstützung Israel der Mittäterschaft im Völkermord und bei Kriegsverbrechen bezichtigt.

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