
Show Notes
In dieser Folge widmen sich Marcus und Thomas erstmals einem einzelnen Thema zu Goethes Wissenschaft, allerdings keinem seiner großen Forschungsthemen. Es dreht sich alles um die Eiszeit. Hat Goethe als erster die Eiszeit 'entdeck'? Thomas erklärt, wie man um 1800 überhaupt auf die Idee einer Eiszeit kam, was das mit den Findlingen der Norddeutschen Tiefebene zu tun hat und welche Theorien es gab, um zu erklären, wie solche Steinriesen dorthin gelangten. Am Ende kamen die beiden ins Quatschen darüber, wie oft Goethe die Freuden des Erkenntnisgewinns erlebte, wozu es Wissenschaftsgeschichte braucht, was Wissenschaft von Unsinn unterscheidet und warum Thomas noch nicht nackt als Schamane ums Lagerfeuer tanzt.
Wichtig: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2022. Technik und Produktion: Marcus Anhäuser
Links:
Wilhelm Meisters Wanderjahre in der Wikipedia. Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Entsagenden im Projekt Gutenberg. Die Passage, die Thomas vorliest, findet sich im 'Meister' auf dieser Seite (etwa in der Mitte) im neunten Kapitel: "Zuletzt wollten zwei oder drei stille Gäste sogar einen Zeitraum grimmiger Kälte zu Hülfe rufen (...)." Die Markgrafensteine in der Wikipedia. Die Granitschale im Berliner Lustgarten in der Wikipedia.
Ergänzt (Mai 2025): Dorothy Cameron (2017) "Early Discoverers XXII: Goethe—Discoverer of the Ice Age", Journal of Glaciology , Volume 5 , Issue 41 , 1965 , pp. 751 - 754
Das Zitat von Thomas am Ende "Und selig (eigentl. glücklich), wer noch hoffen kann aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!" stammt aus dem Faust, Eine Tragödie, Kapitel 5, Vor dem Tor.
Harald Lesch erklärt in einem ZDF terra-Kurzvideo (hier auf YouTube) das Thema. Dass es inhaltlich unserer Podcastfolge ähnelt, liegt wohl schlicht daran, dass er von Thomas einige Infos zum Thema bekommen hatte.
Mit Musik von Blue Dot Sessions: Delicious, Jenny K, Sweet Springs, Delving the Deep, Kentucky Farewell, Vernouillet.
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Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar. Marcus bei Riffreporter.
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