
Show Notes
Liebe Leute, wie stellt ihr euch das vor? Dieser Text hier ist seit jeher ein kostenloses Zusatzangebot, ein kleines Bonmot, ein Gruß aus der Küche, den Baywatch Berlin Woche für Woche unbürokratisch zu der neuen Folge packt. Mal abgesehen davon, dass das Geschreibsel als Inhaltsangabe vollkommen untauglich ist und es eh kein Schwein liest, verwandelt sich die wöchentliche Frage „Wer ist diesmal dran mit Text?“ in eine unmenschliche Strafarbeit für den einen armen Willi, der diesmal dran ist mit Text. Potenziert wird dieses Ärgernis in Zeiten wie diesen, in denen man von einem Fernsehstudio ins nächste rennt, sich krumm und bucklig schuftet und sich zeitgleich die ganze Studio Bummens-Crew auf einem dubiosen „Offsite-Event“ in der brandenburger Pampa die Rüstung zurömert und das ganze mal wieder Teambuilding nennt. Also Leute, Realtalk: Ich, der arme Willi, hat diesmal so gar keine Zeit und Nerv für Podcast-Prosa, weshalb ich hier noch pflichtbewusst ein paar Zeilen Inhalt zusammenkleckse und dann gefälligst in Ruhe gelassen werden will. Die komplette Baywatch Crew war aus Versehen am Wochenende Boot fahren und natürlich war das alles wieder peinlich und chaotisch. Dann wurde sich wieder fürchterlich aufgeregt, weil Schmitt bei dem Thema Gesellschaftsspiele vollkommen frei dreht, seine Kollegen beschimpft und von seinen kriminellen Machenschaften im Bereich Warhammer und Magic erzählt. An mehr Inhalt kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, aber die Folge war sehr gut. Also dann, ne, bis bald mal! Ich muss mal weiter jetzt. Man sieht sich. Danke, Ende.
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Drei mächtige Planeswalker betreten das Schlachtfeld. Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt und Jakob Lundt. Jeder mit eigenem Deck, fragwürdiger Manakurve und der festen Überzeugung, diese Partie kontrollieren zu können. Klaas tappt zwei schwarze Mana und beschwört Heinos Messerset, ein legendäres Artefakt mit Todesberührung und einem Marktwert von 120 Euro. Thomas wirkt „Automatisierte Beleuchtung“, eine blaue Verzauberung und aktiviert seine passive Fähigkeit: „Katha bekommt den alten Scheiß“. Sämtliche überflüssigen Artefakte wechseln unter Kathas Kontrolle. Jakob hält seine Mana offen. Er ahnt Schlimmes. In der zweiten Hauptphase erscheint der Sexschamane, eine legendäre Kreatur mit zweifelhafter Widerstandskraft und der aktivierten Fähigkeit „Neue Niere“. Klaas zieht seine Lieblingsboulette, jetzt dank neuem Lieferanten mit Flash. Thomas kontert mit „Tim Sproten, der ewige Esser“, einer 0/8-Kreatur, die jede Versorgungsphase um drei Stunden verlängert. Jakob erhält fünf Ekel-Counter. Plötzlich geht ein Trigger auf den Stack. Klaas wirkt eine Ndrangheta-Hexerei.
Die neuste Folge des ehemaligen Sauna- und Wellness-Podcasts „Baywatch Berlin“ startet mit einem geheimnisvollen Geräusch. Wer es erkennt qualifiziert sich automatisch für ein Trauma. Doll! Stark! Klasse! Nach dem Powerthema „Wellness“ in der letzten Woche, befassen sich die drei gewieften Medienstrategen direkt mit dem nächsten Filetstück der Podcast-Szene: Crime Grusel Grusel! Es geht um Einbrüche, Messermörder in der Dusche und warum Klaas Verwandter ersten Grades von Karlsson vom Dach ist.
So, dann mal Schmuck ablegen, Handtuch um die Hüfte und mit der Lotion einreiben - ab geht die wilde Fahrt! Machen Sie sich bereit für Baywatch Berlin, den Sauna-Aufguss für die Ohren! Wie lange schaffen Sie es, sich den neuesten Hot Takes von Klaas, Schmitt & Lundt auszusetzen? Halten Sie durch, wenn Ihnen das inhaltslose Geplapper wie heiße Luft ins Gesicht gewedelt wird und pausenlos Schnappsideen auf die heißen Steine Ihrer Geduld gekippt werden? Ja, die Sanduhr rieselt langsam, wenn Schmitt ausführlich von seinen Erlebnissen im Wellnesshotel erzählt, in dem von 15-17 Uhr Saunaaufgüsse anstanden und die restliche Zeit für „Schämen“ draufging. Wie einst Odysseus ist Schmitt auf den Cringeozean hinausgesegelt, hat in der Sauna mehr als nur einen Zyklopen gesehen und Dinge getan, die jegliche Vorstellungskraft sprengen. Mit aschfahlen Visagen lauschen Klaas & Lundt dem viel zu detaillierten Schreckensbericht des saarländischen Hellriders und vergessen dabei komplett, dass die Hörerinnen und Hörer von Baywatch Berlin schon nach der ersten Nackt-Anekdote keuchend in den Seilen hängen. Doch bei all dem Elend, all dem Schrecken, vergisst sogar Klaas mit einem plötzlichen „Ich möchte ein Wort verbieten!“ das Thema zu wechseln und so bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Folge schwitzend und mit schamrotem Kopf durchzuhalten und leise zu hoffen, dass man beim anschließenden Sprung ins Eiswasser von einem Herzinfarkt erlöst werde.
Die Energie der aktuellen Folge wird vom Hersteller heute in Linnemann angegeben. Diese bewegt sich erfreulicherweise bereits im ersten Teil im oberen Bereich und stabilisiert sich im weiteren Verlauf zu einer neun von zehn auf der „Einfach mal machen“-Skala.
Für die Folgenbeschreibung in dieser Woche haben wir exklusiv Markus Lanz gewinnen können.