
Show Notes
Johann Wolfgang von Goethes Sammlung ist vor allem von Steinen, Fossilien und Mineralien geprägt. Doch der Dichterfürst hat sich auch für die belebten Dinge interessiert. In dieser Folge lernen wir Goethes Idee einer Urpflanze kennen. Thomas erzählt uns von Goethes erster naturwissenschaftlicher Veröffentlichung, wie er fürchtete gegen einen vermeintlichen Konkurrenten ins Hintertreffen zu gelangen und sich schließlich beklagte, dass sein Verleger seine Arbeit nicht recht ernst nehme, weil er eben ein Dichter und kein Forscher sei. Marcus erinnert die Idee der Urpflanze sofort an eine evolutionäre Entwicklung, was es aber nicht ist. Thomas erzählt, wer Goethe große Idole waren. Schließlich trägt Marcus noch das Gedicht "Die Metamorphose der Pflanzen" vor.
Mit Musik von Blue Not Session (Scraper, Mazamorra, Palms Down, Crumpet) und Audiio (von Moqita, East Love)
Wir haben aufgenommen: 2023 Technik und Produktion: Marcus Anhäuser
Links (Wikipedia und Projekt Gutenberg): Christian Konrad Sprengel Christian Heinrich Pander Johann Baptist von Spix Carl von Linné William Shakespeare Baruch de Spinoza Präformationslehre Die Metamorphose der Pflanzen: Erklärartikel, Gedicht, Veröffentlichung Die Metamorphose der Tiere Podcast Hörtipp: 5 Minuten Goethe (Webseite), Spotify, Apple Podcast
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Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar. Marcus bei Riffreporter.
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In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.
Die 24. Folge des Goethe-Podcasts „Natur und Geist“ widmet sich einem Buch, dass es überraschenderweise bisher nicht gab: Das neue Buch von Thomas Schmuck über Goethes geowissenschaftliche Sammlung mit dem Titel: „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln“. Im Gespräch mit Marcus erklärt Thomas nicht nur den Inhalt des Buches, sondern auch, wie ein solches wissenschaftshistorisches Werk entsteht und warum es so lange gedauert hat, Goethes umfangreiche geowissenschaftliche Sammlung in dieser Form zu untersuchen. Die Sammlung umfasst mehr als 18.000 Objekte und macht den größten Teil von Goethes naturwissenschaftlichen Beständen aus.
In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795-1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch „Zehn Jahre bei Goethe“ (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.
August von Goethe (1789-1830), der einzige überlebende Sohn Johann Wolfgang von Goethes, führte ein Leben im Schatten seines berühmten Vaters. Geboren als uneheliches Kind aus der Beziehung zu Christiane Vulpius, wurde er erst durch die spätere Heirat seiner Eltern 1806 hoffähig. Seine Kindheit war geprägt von der Nähe zur Naturwissenschaft: Bereits mit fünf Jahren begleitete er seinen Vater ins Ilmenauer Bergwerk, sammelte Fossilien und Mineralien und wurde später zu einem wichtigen Helfer Goethes in geowissenschaftlichen Fragen.
In dieser Folge erklärt uns Thomas, was Goethe mit der Entdeckung des Ultraviolett zu tun hat: Am 22. Februar 1801 entdeckte der Pharmazeut Johann Wilhelm Ritter in Jena das ultraviolette Licht - eine unsichtbare Strahlung jenseits des violetten Spektralbereichs. Ritter, ein experimentierfreudiger Forscher, der sich mit Galvanismus, Elektrizität und Optik beschäftigte, nutzte lichtempfindliche Silbersalze (wie Silberchlorid), um die Existenz dieser Strahlung nachzuweisen. Er platzierte diese Substanzen hinter einem Prisma, wo das Sonnenlicht in seine Spektralfarben zerlegt wurde. Während das sichtbare Licht nur eine schwache Schwärzung der Silbersalze verursachte, reagierte der unsichtbare Bereich jenseits des Violetts intensiv - ein Beweis für die Existenz des Ultravioletts. Für Marcus ist Ritter ein weiteres typisches Beispiel für die Wissenschaftler in dieser Zeit als die Geheimnisse der Welt noch ohne große Gerätschaften zu entdecken waren.