
Show Notes
In Jubiläumsfolge Nummer 10 widmen sich Thomas und Marcus der wichtigsten Theorie Goethes, zumindest aus der Sicht des Meisters: seiner Farbenlehre. Goethe hat zwanzig Jahre und mehr das Licht erforscht und wie die Farben des Lichts entstehen. Er war so überzeugt, dass er da etwas Großem undRichtigen auf der Spur war, dass er sicher war, dass er die Theorie Newtons widerlegt hat. In einem zweibändigen Werk (plus Tafelband) erläutert er die Physik, die Physiologie, die Psychologie des Lichts und die Geschichte seiner Erforschung. Er zieht über Newton her, einer der größten Physiker aller Zeiten, in fast so ausfallender Art und Weise wie es Trump heute macht, Marcus ist geschockt. Und auch wenn er bei der Physik des weißen Lichts und der daraus resultierenden Farben falsch lag, hat Goethe doch auch interessante Ansätze geliefert, findet Thomas. Etwa zu der Frage, wie wir überhaupt Farben sehen oder welche Rolle Farben in der Malerei und der Psyche spielen. Die Folge ist so lang, dass Thomas und Marcus beschließen, die Reaktionen auf Goethes zweibändiges Mammutwerk (plus Tafelband), das 1810 herauskam, in die nächste Folge zu verlegen. Zumal ihnen diesmal auch die Technik einen Streich spielte.
Leseempfehlung: Die Farben der Himmel des Impressionismus, Die Neu-Entdeckung der Meteorologie und der Farben im 19. Jahrhundert von Franz Ossing.
Mit Musik von Peter Conway (via Audiio) und BlueDotSessions (Fifteen Street, Bivly, Keeping Up, Borough, Gallant Fantasie, Our Son the Potter, Highway 430, We collect Shiny Things, These Times)
Wir haben aufgenommen: 2024 Technik und Produktion: Marcus Anhäuser
Links (Wikipedia u.a.): Farbenlehre (Goethe) (Wikipedia) Goethes Farbenlehre (Goethe Gesellschaft Ilmenau) Farbenlehre ( Klassik Stiftung) inkl. Bild eines Mädchens in umgekehrten Farben Goethes Farbkreis Isaac Newton Newtons Farbrad Mollweide und Goethe Johann Gottfried Herder Farbenstreit, Webseite Olaf Müllers Marcus auf Mastodon: @[email protected] Threads: @[email protected] Bluesky: @anhaeuser.bsky.social Facebook: https://www.facebook.com/marcus.anhauser.3 Instagram: https://www.instagram.com/marcus.anhaeuser/ Twitter/X: https://x.com/Anhaeuser
Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar. Marcus bei Riffreporter.
Weitere Podcasts von Marcus Anhäuser: BücherRausch – der Podcast der Städtischen Bibliotheken Dresden RiffReporter Podcast - tiefer eintauchen in die Themen
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In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.
Die 24. Folge des Goethe-Podcasts „Natur und Geist“ widmet sich einem Buch, dass es überraschenderweise bisher nicht gab: Das neue Buch von Thomas Schmuck über Goethes geowissenschaftliche Sammlung mit dem Titel: „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln“. Im Gespräch mit Marcus erklärt Thomas nicht nur den Inhalt des Buches, sondern auch, wie ein solches wissenschaftshistorisches Werk entsteht und warum es so lange gedauert hat, Goethes umfangreiche geowissenschaftliche Sammlung in dieser Form zu untersuchen. Die Sammlung umfasst mehr als 18.000 Objekte und macht den größten Teil von Goethes naturwissenschaftlichen Beständen aus.
In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795-1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch „Zehn Jahre bei Goethe“ (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.
August von Goethe (1789-1830), der einzige überlebende Sohn Johann Wolfgang von Goethes, führte ein Leben im Schatten seines berühmten Vaters. Geboren als uneheliches Kind aus der Beziehung zu Christiane Vulpius, wurde er erst durch die spätere Heirat seiner Eltern 1806 hoffähig. Seine Kindheit war geprägt von der Nähe zur Naturwissenschaft: Bereits mit fünf Jahren begleitete er seinen Vater ins Ilmenauer Bergwerk, sammelte Fossilien und Mineralien und wurde später zu einem wichtigen Helfer Goethes in geowissenschaftlichen Fragen.
In dieser Folge erklärt uns Thomas, was Goethe mit der Entdeckung des Ultraviolett zu tun hat: Am 22. Februar 1801 entdeckte der Pharmazeut Johann Wilhelm Ritter in Jena das ultraviolette Licht - eine unsichtbare Strahlung jenseits des violetten Spektralbereichs. Ritter, ein experimentierfreudiger Forscher, der sich mit Galvanismus, Elektrizität und Optik beschäftigte, nutzte lichtempfindliche Silbersalze (wie Silberchlorid), um die Existenz dieser Strahlung nachzuweisen. Er platzierte diese Substanzen hinter einem Prisma, wo das Sonnenlicht in seine Spektralfarben zerlegt wurde. Während das sichtbare Licht nur eine schwache Schwärzung der Silbersalze verursachte, reagierte der unsichtbare Bereich jenseits des Violetts intensiv - ein Beweis für die Existenz des Ultravioletts. Für Marcus ist Ritter ein weiteres typisches Beispiel für die Wissenschaftler in dieser Zeit als die Geheimnisse der Welt noch ohne große Gerätschaften zu entdecken waren.