
Show Notes
Besuch in Weimar! In Episode 19 besucht Marcus Thomas im Goethe-Haus am Frauenplan 1 in Weimar. Thomas führt uns exklusiv durch Goethes naturwissenschaftliches Kabinett - ein faszinierender Raum voller Überraschungen: rund fünftausend Objekte zwischen Kuriositäten und Versuchsresten. Thomas stellt zunächst die Schränke mit Objekten aus dem organischen Reich vor, darunter Menschenschädel, phrenologische Modelle, Vogelskelette, Muscheln, Algen und ein prachtvolles Herbarium. Es folgt die anorganisch-technische Hälfte mit Elektrisiermaschinen, Glaskolben und Apparaturen zur Farbenlehre. Höhepunkte sind etwa eine phrenologische „Kopfkarte“, ein Fingerabdruck in Goethes Mikroskop, Georg Forsters Rindenstücke aus Tahiti, Goethes handschriftliche Notiz zur Pflanzenmetamorphose, eine Kux-Aktie mit Goethes Unterschrift, aber es gibt auch ein 3D-Modell der prähistorischen Ameise Ctenobethylus goepperti, die in Bernstein eingeschlossen in Goethes Sammlung entdeckt wurde. Ein original Gemälde von Ernst Haeckels Sohn Walter illustriert Goethes Theorie farbiger Schatten. Es gibt sogar Fensterschmuck, mit dem sich Goethe und seine Konsorten über Newton lustig machten.
Links (mainly Wikipedia): August von Goethe Georg Forster Fritz von Stein, "Das Erziehungsprojekt “Fritz von Stein”" von Yvonne Pietsch Walter Haeckel, Sohn von Ernst Haeckel Christian Gottlob von Voigt Timo Mappes Christiane Nüsslein-Volhard Kux Lesetipp: "Die Sammlung als Ort der Erziehung" (PDF) von Valérie Kobi, Beitrag zum Anteil von Goethes Sohn August an der naturwissenschaftlichen Sammlung
Mit Musik von Tambala, Mad Keys, Joshua Naranjo, Arms and Sleepers, No Mindless Scroll, Faux Tales, The Departures, Primo Levi via Audiio.
Idee, Technik und Produktion: Marcus Anhäuser
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Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar. Marcus bei Riffreporter.
Weitere Podcasts von/mit Marcus Anhäuser: RiffReporter Podcast - tiefer eintauchen in die Themen BücherRausch – der Podcast der Städtischen Bibliotheken Dresden IGeL-Podcast – Der Gesundheits-Podcast des IGeL-Monitors.
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In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.
Die 24. Folge des Goethe-Podcasts „Natur und Geist“ widmet sich einem Buch, dass es überraschenderweise bisher nicht gab: Das neue Buch von Thomas Schmuck über Goethes geowissenschaftliche Sammlung mit dem Titel: „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln“. Im Gespräch mit Marcus erklärt Thomas nicht nur den Inhalt des Buches, sondern auch, wie ein solches wissenschaftshistorisches Werk entsteht und warum es so lange gedauert hat, Goethes umfangreiche geowissenschaftliche Sammlung in dieser Form zu untersuchen. Die Sammlung umfasst mehr als 18.000 Objekte und macht den größten Teil von Goethes naturwissenschaftlichen Beständen aus.
In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795-1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch „Zehn Jahre bei Goethe“ (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.
August von Goethe (1789-1830), der einzige überlebende Sohn Johann Wolfgang von Goethes, führte ein Leben im Schatten seines berühmten Vaters. Geboren als uneheliches Kind aus der Beziehung zu Christiane Vulpius, wurde er erst durch die spätere Heirat seiner Eltern 1806 hoffähig. Seine Kindheit war geprägt von der Nähe zur Naturwissenschaft: Bereits mit fünf Jahren begleitete er seinen Vater ins Ilmenauer Bergwerk, sammelte Fossilien und Mineralien und wurde später zu einem wichtigen Helfer Goethes in geowissenschaftlichen Fragen.
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