
Show Notes
Hitzige Debatten, endlose Online-Diskussionen, wenig echte Verständigung – ist unsere Debattenkultur in der Krise? Das diskutieren wir in der ersten Folge unseres neuen Podcasts „Streitcafé“.
Dr. Jan-Jonathan Bock, Leiter des Programms Jugend debattiert, begrüßt darin Korbinian Frenzel, Journalist, Moderator beim Deutschlandradio und Co-Autor des Buches „Defekte Debatten – Warum wir als Gesellschaft besser streiten müssen“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum so viele Konflikte ins Leere laufen oder eskalieren – und was wir tun können, um wieder produktiv und respektvoll miteinander zu streiten. Freut euch auf spannende Einblicke, scharfsinnige Analysen und konkrete Ideen für eine bessere Debattenkultur. Das „Streitcafé“ öffnet ab sofort regelmäßig seine Türen – mit inspirierenden Gästen und Themen, die bewegen.
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Jugend debattiert | LinkedIn Kultur und Politik - Studio 9 - Der Tag mit ... Defekte Debatten. Buch von Julia Reuschenbach, Korbinian Frenzel (Suhrkamp Verlag) Jugend debattiert - weil Kontroversen lohnen Demokratie stärken, Gehirn erforschen: Gemeinnützige Hertie-Stiftung Foto Korbinian Frenzel: Tobias Koch Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Darf man heute wirklich weniger sagen – oder fällt es uns nur schwerer, Widerspruch auszuhalten? Im Streitcafé spricht Dr. Jan-Jonathan Bock mit der Journalistin und Moderatorin Sandra Maischberger, die seit über zwei Jahrzehnten auch Mitglied im Kuratorium von Jugend debattiert ist. Gemeinsam fragen sie, wie Internet und soziale Medien politische Debatten verändert haben, warum Auseinandersetzungen oft härter geworden sind und wie trotzdem ein konstruktiver Austausch gelingen kann. Maischberger gibt Einblicke hinter die Kulissen politischer Talkshows und erklärt, wie sie versucht, unterschiedliche Positionen tatsächlich miteinander ins Gespräch zu bringen. Es geht um Shitstorms, KI, Bots und um die Fähigkeit, andere Meinungen erst einmal auszuhalten, statt sich sofort aufzuregen. Nach 25 Jahren Jugend debattiert ist Maischberger überzeugt: Wer lernt, auch andere Positionen einzunehmen, lernt nicht nur zu debattieren, sondern besser zu denken.
Warum wird in öffentlichen Debatten heute oft mehr gegeneinander als miteinander gesprochen? Und wie können Wissenschaft, Medien und Gesellschaft wieder besser mit Unsicherheit, Komplexität und unterschiedlichen Perspektiven umgehen? Im Streitcafé spricht Gastgeber Dr. Jan-Jonathan Bock mit dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar über Streitkultur in Zeiten von Social Media, Shitstorms und Polarisierung. Gemeinsam diskutieren sie, warum viele Debatten zunehmend moralisch aufgeladen sind, welche Rolle Medien und Algorithmen dabei spielen – und weshalb Wissenschaft eigentlich eine ganz eigene Kultur des Streitens kennt.
Warum ist gutes Streiten mehr als nur eine Frage des Tons? Und welche Verantwortung tragen wir als Einzelne für die Qualität unserer Debatten? Im Streitcafé begrüßt Gastgeber Dr. Jan-Jonathan Bock die Philosophin Prof. Dr. Marie-Luisa Frick, Professorin für praktische Philosophie an der Universität Innsbruck. Gemeinsam sprechen sie über die Ethik des Streitens, die Rolle von Respekt im Umgang mit Andersdenkenden und die Frage, warum Demokratie ohne Konflikt nicht funktionieren kann. Frick zeigt, warum Streit kein Problem, sondern eine Voraussetzung demokratischen Zusammenlebens ist – solange er auf Anerkennung und gegenseitigem Respekt basiert. Sie erklärt, weshalb nicht Konsens, sondern Kompromiss das realistischere Ziel von Debatten ist, und wie eine „zivilisierte“ Streitkultur helfen kann, gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden. Ein Gespräch über Verantwortung, Ambivalenzen und die Kunst, auch in schwierigen Diskussionen im Gespräch zu bleiben.
Warum fällt es vielen Menschen zunehmend schwer, ihre Meinung offen zu äußern? Und was passiert mit einer Demokratie, wenn Debatten aus Angst vor Empörung oder Ausgrenzung verstummen? Im Streitcafé ist Journalist, Autor und ehemaliger Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber zu Gast. Mit Dr. Jan-Jonathan Bock spricht er über Shitstorms, Selbstzensur und die Frage, warum gerade sensible Themen wie Islam, Migration oder Israel in Deutschland oft nur noch zugespitzt oder gar nicht mehr diskutiert werden. Schreiber plädiert für eine neue Furchtlosigkeit im öffentlichen Gespräch: Inhalte möglichst weit öffnen – bei klaren Grenzen in der Form. Er berichtet von eigenen Erfahrungen mit massiver Kritik, von medialen Dynamiken zwischen Empörung und Einschüchterung und von der Verantwortung des Journalismus in polarisierten Zeiten. Was ist das Ziel einer guten Debatte? Muss man sich am Ende einig sein? Und wie gelingt Streitkultur in einer vielfältigen Gesellschaft? Ein intensives Gespräch über Meinungsfreiheit, mediale Verantwortung und die Kunst, unterschiedlicher Meinung zu sein – ohne den Respekt zu verlieren.
„Bad News sind Good News“ – gilt das heute überhaupt noch? Warum braucht es ein Umdenken in der Branche, hin zu mehr Dialog und Zuhören? Wie kann Journalismus Vertrauen zurückgewinnen? Und wie verhindern wir, dass Medien elitär wirken und sich von ihrem Publikum entfremden? Gastgeber Dr. Jan-Jonathan Bock begrüßt im Streitcafé Ellen Heinrichs – Journalistin, Mediatorin und Gründerin des Bonn Institute. Gemeinsam diskutieren Sie über die Verantwortung des Journalismus für öffentliche Debatten. Ellen Heinrichs erklärt, wie konstruktiver Journalismus mehr Nähe schafft und warum Transparenz und Beteiligung dabei entscheidend sind. Eine Folge mit spannenden Einblicken in die Zukunft der Debattenkultur und neue Wege im Journalismus – gerade in Zeiten von Fake News und Vertrauenskrisen. Weniger Spaltung, mehr Verständigung: Wie können Medien dazu beitragen?