
Show Notes
Vor 35 Jahren ereignete sich eines der schwersten Flugzeugunglücke in der zivilen Luftfahrt Deutschlands: An einem stürmischen Februarmorgen stürzt ein Regionalflug des Nürnberger Flugdienstes zwischen Essen und Mülheim an der Ruhr ab. Alle 21 Insassen der Maschine sterben. Der Fall NFD 108 ist auch deswegen besonders, weil dieser Absturz eines der relativ wenigen fatalen Flugzeugunglücke nach einem Blitzeinschlag ist. Doch die Flugunfalluntersuchung wirft Fragen auf.
Flugforensik ist zurück mit neuen Folgen, mit einer neuen Website flugforensik.de, mit Merchandising und der Möglichkeit den Podcast per Patreon-Spende zu unterstützen.
In dieser Episode beschäftigen sich Benjamin Denes und Andreas Spaeth mit dem Absturz einer Fairchild Swearingen Metroliner am 8. Februar 1988. Die Maschine war unterwegs von Hannover nach Düsseldorf, die Passagiere waren fast ausschließlich Geschäftsleute. Der Regionalflug gerät trotz verschiedener Warnungen in eine Gewitterzelle und über Essen-Kettwig schlägt der Blitz in die Maschine ein. Es kommt zu einem Stromausfall an Bord und zu einer am Ende fatalen Kette von Ereignissen, die dazu führt, dass der Kapitän und die Copilotin die Kontrolle über den Metroliner verlieren. Das Propellerflugzeug gerät in eine extreme Lage und bricht in der Luft auseinander. Keine Überlebenschance für die Insassen.
Flugforensik hat für diese Folge viele spannnende Interviews geführt: Der NFD-Gründer und bekannte Unternehmer Hans-Rudolf Wöhrl erzählt, wo seine Airline Ende der Achtzigerjahre stand und wie seiner Erinnerungen an die Tragödie sind. Ex-Metroliner-Pilot Erik van Wingerden analysiert die Vorgänge während der Fluges. Jens Friedemann, ein echter Flugforensiker von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) erklärt am Beispiel NFD108, wie er und seine Kollegen arbeiten. Ein Fotograf und ein Polizist schildern zudem ihre Erinnerungen an jenen Tag.
Im vergangenen Herbst haben die Hörer abgestimmt und entschieden: Flugforensik soll weiter auf allen gängigen Plattformen frei und kostenlos verfügbar bleiben. Weil dieses aufwändige Hobbyprojekt aber Kosten verursacht, bieten wir ab jetzt drei andere Wege an, den Podcast zu unterstützen.
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Wir bedanken uns bei den Patreons der ersten Stunde: Kai, Susanne Möhrke, Ira Adam, bei Romana, Henning, Lars, Peter, Christian, Kerstin, Timo und Manu S. Danke auch an alle, die schon Shirts und Hoodies geordert haben!
Wir danken dem Fotografen Konstantin von Wedelstaedt, dass er uns eine Metroliner-Aufnahme für das Cover zur Verfügung gestellt hat. Die Steckbriefe auch dieser Episode hat Anne-Katrin Mellmann gesprochen, die Lesung aus dem Unfallbericht und den anderen Einspieler Neela Richter.
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Die Lockheed TriStar ist Anfang der Siebzigerjahre ihrer Zeit voraus: Im Cockpit des dreistrahligen Großraumjets sind einige Systeme verbaut, die die Luftfahrt so vorher noch nicht kannte. Doch die fortschrittliche Technik wird für die erfahrene Crew der Eastern-Airlines-Fluges 401 von New York nach Miami am 29.12.1972 zur Falle - und das ausgerechnet wegen eines defekten Glühbirnchens.
United 93 war der vierte entführte Flug am 11. September 2001 - und der einzige, der das Ziel seiner Entführer nie erreichte. 25 Jahre nach den Terroranschlägen von Al Qaida erzählen Benjamin Denes und Andreas Spaeth die Geschichte des vierten Fluges, der bei der Rückschau oft in Vergessenheit gerät. Eine Revolte der Geiseln an Bord der Boeing 757 sorgte dafür, dass Terrorpilot Ziad Jarrah und seine Komplizen ihren Plan nicht verwirklichen konnten.
In der letzten Folge vor der Sommerpause widmen sich die Flugforensiker einem Absturz, der sich vor 30 Jahren ereignet hat. Am 17. Juli 1996 ist eine Boeing 747 der TWA 19 Minuten nach dem Start in New York in der Luft zusammengebrochen und aus 4.000 Metern Höhe in den Atlantik gestürzt. Die Katastrophe ereignete sich in den Abendstunden, in Sichtweite der Küste von Long Island. So gab es viele Augenzeugen, deren Berichte die Ermittlungen zunächst stark beeinflusst haben. Für diese Episode konnten die Flugforensiker mit vielen Zeitzeugen und Experten sprechen. Die Journalistin Christine Negroni berichtete als CNN-Reporterin von dem Absturz, der zu einem der wichtigsten Fälle ihrer Karriere werden sollte. Ihr Buch "Deadly Departure" ist ein Standardwerk zu TWA 800 und ist auch in Deutschland bestellbar: https://www.amazon.de/Deadly-Departure-Experts-Prevent-Disaster/dp/0060932651 In dieser Folge erzählen die beiden NTSB-Ermittler Bob Benzon und Peter Goelz von der schwierigen Zusammenarbeit mit dem FBI und dem Kampf gegen Verschwörungsmythen. John McDonald, der damalige Pressechef von TWA, berichtet aus dem Innenleben der 1996 schon vor dem Absturz kriselnden Airline. Gillian Gustafson hat ihren Stiefvater bei der Katastrophe verloren und erlebt, wie schlecht die Care-Arbeit von Airline und Behörden war. Sie hat eine Gesellschaft für Absturz-Angehörige gegründet und Schmerz und Trauer in etwas Positives verwandelt. Der Luftfahrt-Ingenieur Professor Dr. Peter Stütz von der Bundeswehr Universität ordnet das Geschehen bei TWA 800 ein. In dieser Fassung der Folge sind die englischen O-Töne mit den deutschen Übersetzungen direkt overvoiced. Für unsere Patrons und Apple Business Supporter gibt es eine zusätzliche Version mit den englischen Originaltönen. In der Folge weist Andreas Spaeth auf dieses YouTube-Video mit einer Führung durch den Center Wing Tank einer Boeing 747 hin: https://www.youtube.com/watch?v=4ktqOWgZfEE
/// Flugforensik Live im Herbst 2026 – hier gibt es die letzten Tickets Wien (29.10.2026 im Simm City) https://www.oeticket.com/event/flugforensik-simm-city-festsaal-zentrum-simmering-21041058/ Leipzig (01.11.2026 im Kupfersaal) https://shop.myticket.de/selection/event/seat?perfId=10229498714595&table=false&choiceSelectionDone=false&productId=10229498668134&tourId=10229495829829
// VERSION MIT ENGLISCHEN INTERVIEW-TÖNEN // Am 29. Januar 2025 stoßen in unmittelbarer Nähe des Washingtoner Flughafens Reagan National ein Bombardier Regionaljet CRJ 700 und ein Blackhawk-Armeehubschrauber zusammen. Beim Zusammenstoß der beiden Fluggeräte sterben alle 67 Insassen. Die Begleitumstände dieser Katastrophe werfen unangenehme Fragen auf. Wer hat zugelassen, dass dieses Unglück geschehen konnte, obwohl es Dutzende, ja Hunderte Warnhinweise im Vorfeld gab? So einen vergleichsweise aktuellen Fall haben Benjamin Denes und Andreas Spaeth bisher noch nie behandelt bei Flugforensik. Dass das nur 15 Monate nach der Katastrophe möglich ist, haben wir dem NTSB zu verdanken. Die US-Flugunfallermittler haben in Rekordtempo einen komplexen und aufschlussreichen Untersuchungsbericht vorgelegt. Für diese Folge konnten die Flugforensiker die NTSB-Ermittler William Bramble und Caleb Wagner interviewen. Ein weiterer wichtiger Gesprächspartner ist Tim Lilley, der Vater von Sam Lilley, dem First Officer der CRJ 700.