
Show Notes
Hört ihr die Klagelieder? Seht ihr den Schmerz in den fahlen Gesichtern? Spürt ihr die Verzweiflung, den Schrei auf den Lippen? „Herrgott, jetzt lasst den Wal in Ruhe“ wollen sie gerade brüllen, doch was in der neuen Folge von Baywatch Berlin für Ensetzen sorgt, hat mit Tierwohl nix zu tun. Nein, es ist der dunkle Pfad der Erkenntnis, den Lundt und Klaas betreten haben: Ihnen wird schmerzlich bewusst, was Sie dank Schmitt, dem Mensch gewordenen Handicap, niemals erreichen werden. Die Main Stage der Eitelkeiten auf der „Online Marketing Rockstars“-Messe? Mit Schmitt nicht zu machen. Wenigstens mal einen Abend zu den Coolen gehören, bisschen schnacken, connecten, reichweite aufbauen und von den ganz dicken Schiffen des Business (Gemischtes Hack) lernen? Gestrichen. Borelord Schmitt aus der Grafschaft Whack & Lame will seine Legos bauen. Also bleiben die drei Herren mit ihrem Arsch zuhause, lassen sich von ihrem letzten Fan Pfeife die Reglers aufdrehen und labern wieder genau den Müll, mit dem man garantiert kein Rockstar ist: Klaas hat eine Fortbildung in „Bolzplatzgeschrei“ gemacht und bringt waschechte Amateurfussballatmosphäre in diese Folge. Das passt zumindest intellektuell. Lundt findet seinen Arbeitsplatz mal wieder so scheußlich, dass er aus seiner Wut nicht nur eine neue Rubrik, sondern auch einen neuen Ugly-Contest aus der Taufe gehoben hat - als würde Baywatch da nicht reichen. Und Schmitt, was bietet er denn an, als Ausgleich für den verpassten OMR-Messe-Trip? Naja, eine Checkerfrage, wie man ohne Scham einen Bus anhält. Das ist nicht viel, sagen Sie zurecht, das reicht nicht für die Mainstage. Vor der Bühne von Baywatch Berlin gibts kein Applaus und keine Reichweite. Hier sitzt wieder nur Pfeife - und vielleicht ist das auch besser so.
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Drei mächtige Planeswalker betreten das Schlachtfeld. Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt und Jakob Lundt. Jeder mit eigenem Deck, fragwürdiger Manakurve und der festen Überzeugung, diese Partie kontrollieren zu können. Klaas tappt zwei schwarze Mana und beschwört Heinos Messerset, ein legendäres Artefakt mit Todesberührung und einem Marktwert von 120 Euro. Thomas wirkt „Automatisierte Beleuchtung“, eine blaue Verzauberung und aktiviert seine passive Fähigkeit: „Katha bekommt den alten Scheiß“. Sämtliche überflüssigen Artefakte wechseln unter Kathas Kontrolle. Jakob hält seine Mana offen. Er ahnt Schlimmes. In der zweiten Hauptphase erscheint der Sexschamane, eine legendäre Kreatur mit zweifelhafter Widerstandskraft und der aktivierten Fähigkeit „Neue Niere“. Klaas zieht seine Lieblingsboulette, jetzt dank neuem Lieferanten mit Flash. Thomas kontert mit „Tim Sproten, der ewige Esser“, einer 0/8-Kreatur, die jede Versorgungsphase um drei Stunden verlängert. Jakob erhält fünf Ekel-Counter. Plötzlich geht ein Trigger auf den Stack. Klaas wirkt eine Ndrangheta-Hexerei.
Die neuste Folge des ehemaligen Sauna- und Wellness-Podcasts „Baywatch Berlin“ startet mit einem geheimnisvollen Geräusch. Wer es erkennt qualifiziert sich automatisch für ein Trauma. Doll! Stark! Klasse! Nach dem Powerthema „Wellness“ in der letzten Woche, befassen sich die drei gewieften Medienstrategen direkt mit dem nächsten Filetstück der Podcast-Szene: Crime Grusel Grusel! Es geht um Einbrüche, Messermörder in der Dusche und warum Klaas Verwandter ersten Grades von Karlsson vom Dach ist.
So, dann mal Schmuck ablegen, Handtuch um die Hüfte und mit der Lotion einreiben - ab geht die wilde Fahrt! Machen Sie sich bereit für Baywatch Berlin, den Sauna-Aufguss für die Ohren! Wie lange schaffen Sie es, sich den neuesten Hot Takes von Klaas, Schmitt & Lundt auszusetzen? Halten Sie durch, wenn Ihnen das inhaltslose Geplapper wie heiße Luft ins Gesicht gewedelt wird und pausenlos Schnappsideen auf die heißen Steine Ihrer Geduld gekippt werden? Ja, die Sanduhr rieselt langsam, wenn Schmitt ausführlich von seinen Erlebnissen im Wellnesshotel erzählt, in dem von 15-17 Uhr Saunaaufgüsse anstanden und die restliche Zeit für „Schämen“ draufging. Wie einst Odysseus ist Schmitt auf den Cringeozean hinausgesegelt, hat in der Sauna mehr als nur einen Zyklopen gesehen und Dinge getan, die jegliche Vorstellungskraft sprengen. Mit aschfahlen Visagen lauschen Klaas & Lundt dem viel zu detaillierten Schreckensbericht des saarländischen Hellriders und vergessen dabei komplett, dass die Hörerinnen und Hörer von Baywatch Berlin schon nach der ersten Nackt-Anekdote keuchend in den Seilen hängen. Doch bei all dem Elend, all dem Schrecken, vergisst sogar Klaas mit einem plötzlichen „Ich möchte ein Wort verbieten!“ das Thema zu wechseln und so bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Folge schwitzend und mit schamrotem Kopf durchzuhalten und leise zu hoffen, dass man beim anschließenden Sprung ins Eiswasser von einem Herzinfarkt erlöst werde.
Die Energie der aktuellen Folge wird vom Hersteller heute in Linnemann angegeben. Diese bewegt sich erfreulicherweise bereits im ersten Teil im oberen Bereich und stabilisiert sich im weiteren Verlauf zu einer neun von zehn auf der „Einfach mal machen“-Skala.
Für die Folgenbeschreibung in dieser Woche haben wir exklusiv Markus Lanz gewinnen können.