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Ein Spaziergang mit Martin Blessing

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Show Notes

Ist Deutschland wirklich der kranke Mann Europas oder steht ein wirtschaftliches Comeback bevor? Nach einem milliardenschweren Investitionsgipfel „Invest in Germany“ mit Tech-Größen wie Nvidia-Chef Jensen Huang zieht Martin Blessing, der persönliche Beauftragte des Bundeskanzlers für Investitionen, eine optimistische Bilanz. Es bleibt die entscheidende Frage, wie viel von den zugesagten Milliarden tatsächlich frisches Geld ist und ob die deutsche Bürokratie das Tempo der KI-Revolution überhaupt mitgehen kann.

Als ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Commerzbank weiß Blessing, wie man durch existenzielle Krisen navigiert. Auf einem Spaziergang mit Gordon Repinski durch das herbstliche Berlin erklärt der Ex-Banker, warum das deutsche Rentensystem dringend eine Kapitaldeckung nach skandinavischem oder auch US-Vorbild braucht und wie ausländische Geldgeber auf den Aufstieg der AfD blicken. Dabei wird deutlich, warum der drohende Fachkräftemangel und überbordende europäische Regulierungen derzeit die größten Bremsklötze für den Standort sind.

Im Gespräch liefert Blessing einen Einblick in die wirtschaftspolitische Strategie der Regierung und fordert ein Ende der deutschen Larmoyanz. Am Beispiel der LNG-Terminals oder auch der Finanzkrise 2008 zeigt er auf, dass politischer Wille durchaus zu rasanten Genehmigungs- und Gesetzgebungsverfahren führen kann. Ein Tempo, das nun auch für den Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit zwingend notwendig ist.

Das Berlin Playbook als Podcast gibt es jeden Morgen ab 5 Uhr. Rixa Fürsen, Maximilian Stascheit und das POLITICO-Team liefern Politik zum Hören – kompakt, international, hintergründig.

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