F.A.Z. Digitalwirtschaft

Ein neues Lernzentrum für die digitale Zukunft der Jugend

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Kinder und Jugendliche in Deutschland nutzen digitale Medien täglich – aber vielen fehlt das tiefere Verständnis für die Technologien dahinter, wie Bildungsstudien seit Jahren zeigen. In Frankfurt soll sich das ändern: Mit dem neuen Tumo-Lernzentrum im Nordwestzentrum entsteht ein außerschulischer Ort, an dem 12 bis 18 Jahre alte Jugendliche kostenlos Programmieren, Robotik, 3D-Design, Animation, Musikproduktion und andere kreative Technologien lernen können – ohne Noten, ohne Prüfungsdruck, dafür mit viel Eigenverantwortung. Im F.A.Z.-Podcast „Digitalwirtschaft“ sprechen wir mit Dana Kube (Die Grünen) über dieses Projekt, das aus Armenien stammt und inzwischen auf der ganzen Welt Nachahmer gefunden hat. Kube ist Vorsitzende des Frankfurter Bildungsausschusses und eine der politischen Treiberinnen hinter Tumo Frankfurt; sie forscht seit Jahren zu digitalem Lernen und Bildungsinnovation.

Tumo setzt auf ein anderes Lernprinzip als die Schule: Jugendliche wählen in einer App ihre Lernpfade selbst, arbeiten in Workshops und sogenannten Labs an konkreten Projekten und werden dabei von Coaches begleitet, die eher Mentoren als klassische Lehrkräfte sind. In Frankfurt entsteht dafür eine mehr als 2.000 Quadratmeter große Fläche im Nordwestzentrum; betrieben wird das Zentrum von der Volkshochschule, finanziert wird es durch ein Bündnis aus Stadt und Stiftungen, unter anderem der Crespo Foundation und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Für die Jugendlichen bleibt das Angebot kostenlos – ein wichtiger Punkt, um auch jene zu erreichen, die sonst kaum Zugang zu hochwertiger digitaler Bildung hätten. Im Podcast geht es um zentrale Fragen: Wie lässt sich ein armenisches Erfolgsmodell auf eine deutsche Großstadt übertragen? Welche Rolle spielt die Lage in der Nordweststadt – mit ihrer Mischung aus Einkaufszentrum, Wohnquartier und bestehender Bildungslandschaft? Und woran will sich die Stadt 2030 messen lassen: an Teilnehmerzahlen, an Projektergebnissen – oder an veränderten Bildungschancen in bestimmten Stadtteilen?

Der Podcast zeigt, dass Tumo mehr ist als ein weiteres Digitalprojekt: Es ist ein Testfall dafür, ob eine Stadt wie Frankfurt bereit ist, Bildung tatsächlich anders zu denken – und Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes Raum für die digitale Zukunft zu geben.

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