
Show Notes
Wir haben schon einmal eine Technologie erfunden, die uns alle umbringen könnte. Dann haben wir 70.000 Stück davon gebaut.
Und irgendwann haben wir angefangen, Regeln zu erfinden. Hotlines. Verträge. Inspektoren. Kontrollbehörden. Abrüstung. Nicht weil Amerikaner und Sowjets einander plötzlich vertrauten – sondern weil beide verstanden hatten, dass ein unkontrolliertes Wettrennen für alle ziemlich fatal enden könnte. In dieser Folge von I’M SORRY, DAVE schauen wir zurück auf achtzig Jahre Atomzeitalter – vom Manhattan Project über die Kuba-Krise und die deutsche Friedensbewegung bis zu den großen Abrüstungsverträgen. Gemeinsam mit Richard Hemmer von Geschichten aus der Geschichte fragen wir: Wie ist es der Menschheit eigentlich gelungen, Regeln um die gefährlichste Technologie ihrer Zeit herum zu bauen?
Und mit dem Physiker und Friedensforscher Professor Götz Neuneck wollen wir wissen: Könnte uns ausgerechnet die Geschichte der Atombombe zeigen, wie wir das Wettrennen um künstliche Intelligenz noch unter Kontrolle bekommen? Oder brauchen wir auch diesmal erst eine Katastrophe, bevor wir anfangen?
Professor Götz Neuneck gilt als einer der profiliertesten deutschen Experten für nukleare Rüstungskontrolle. Er hat schon mit dem Physiker und Friedensforscher Carl Friedrich von Weizsäcker und später mit Willy Brandts Entspannungspolitiker Egon Bahr gearbeitet. Seit über vier Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Abrüstung, internationaler Sicherheit und der Frage, wie man selbst zwischen verfeindeten Staaten Zusammenarbeit ermöglichen kann. Heute steht er dem internationalen Pugwash Council vor, einem weltweiten Netzwerk von Wissenschaftlern, die sich für die Eindämmung nuklearer Gefahren einsetzen.
I’M SORRY, DAVE ist eine Produktion von Studio Bummens und Undone.
Host: Khesrau Behroz Executive Producer: Tobias Bauckhage, Jon Handschin und Khesrau Behroz.
Technische Produktion: Fabian Seidel und Jonas Haffke Produkion, Sounddesign & Musik: Jannik Werner Technische Beratung: Ben Kubota
Feedback, Anregungen und Kritik gerne an [email protected]
Schönen Urlaub, Khesrau!
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