Show Notes
Shenmue: Urvater der Open Worlds, das teuerste Spiel seiner Zeit und die letzte Hoffnung für SEGA. Obwohl Shenmue 1999 Dinge machte, von denen Spiele vorher nur träumen konnten, Open Worlds noch vor GTA 3 prägte und die Geschichte von SEGA für immer veränderte, wird kaum noch darüber gesprochen. Das müssen Géraldine (großer Shenmue-Fan) und Paul (weniger großer Shenmue-Fan) heute ändern.
Nach diesem Podcast, seid ihr bestimmt auch Shenmue-Fans. Aber vielleicht wollt ihr ja zusätzlich noch The-Pod-Fans werden? Man nennt das dann heutzutage Rizzmaxing, vermuten wir! Klick: https://www.gamespodcast.de/abo/
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Beinahe hätte es nicht geklappt, aber das Schicksal hat Andre und Christoph am Ende eben doch für die Besprechung von „Street Fighter“ wieder zusammengeführt. So aufregend, wie die Backstory zu diesem Podcast wird es dann leider nie wieder, denn „Street Fighter“ erweist sich als verwirrendes Potpourri aus Comedy, Anime und Lore-Pathos, das zwar eine sympathische „lass einfach machen, Bro!“-Energie versprüht, aber schlussendlich in keinem seiner Bestandteile wirkliche Treffer erzielt. Irgendwann enden die Runden, die Gesundheitsleisten aller Beteiligten sind noch halb voll und dann ist die Nummer trotzdem einfach vorbei.
Im August hat „Der Spiegel“ in einer Artikelserie seinen „Games Kanon“ vorgestellt. Die 50 besten Videospiele wurden darin vom Kulturressort gewürdigt. Aber: war das wirklich ein Kanon? Oder hat Der Spiegel hier einfach nur ein großes Wort gewählt, dass nicht so nach Listicle klingt? Was zeichnet einen klassischen Kanon eigentlich aus und wer darf sich überhaupt rausnehmen, einen Kanon zusammenzustellen? Darüber spricht Andre mit dem Literaturwissenschaftler Phillip Brandes, der uns allen näherbringt, was ein „echter“ Kanon theoretisch so leisten müsste.
Im Grunde ist es die vierte Ausgabe von „Treffen der Podcaster“. Aber mit der Crew vom Recherche-Podcast und Youtube-Channel „Decode“ hat Andre vor allem darüber gesprochen, wie viel Arbeit eigentlich bei investigativem Journalismus fast unsichtbar im Hintergrund passieren muss. Danach ist dann auch klar, warum das Projekt von Martin Dietrich und Sebastian Tyzak ebenso ambitioniert wie unterstützenwert ist. Die beiden wollen sich bei „Decode“ nämlich auf Recherche-Formate fokussieren, stehen aber damit einer gewaltigen Aufgabe gegenüber.