
Show Notes
Wenn es nach Donald Trump ginge, sollte sich auch die NATO an dem Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran beteiligen. Doch viele Länder – darunter auch Deutschland – haben eine solche Beteiligung klar zurückgewiesen. Trotz der Drohung des amerikanischen Präsidenten der NATO stünde eine schlechte Zukunft bevor, sollte sie sich nicht beteiligen. In dieser hochdynamischen und angespannten Lage spricht Anne Will mit ihrem Gast Peter Wittig über die Frage, ob und inwieweit Europa nicht doch in einen solchen Konflikt hineingezogen werden könnte. Außerdem ist Thema in der Folge, wie unterschiedlich die Interessenlagen sind und welches Eskalationspotenzial in der Region steckt – mit möglichen Folgen weit über den Nahen Osten hinaus. Wittig, der viele Jahre als Diplomat unter anderem in den USA und im Libanon tätig war, ordnet die aktuelle Situation ein und beleuchtet, welche Bedeutung diplomatische Bemühungen gerade jetzt haben könnten.
Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, der 17.03.2026 um 13 Uhr.
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06.05.26 Stuttgart 17.06.26 München 06.10.26 Hannover 03.11.26 Berlin
WICHTIGE QUELLEN: FT: Donald Trump warns Nato faces ‘very bad future’ if allies fail to help US in Iran, 15.03.2026 https://www.ft.com/content/1ca6d121-760b-4ec5-b6ad-514fdaa94873
FAZ: Die EU zeigt Trump die kalte Schulter, 16.03.2026 https://www.faz.net/aktuell/politik/strasse-von-hormus-die-eu-zeigt-donald-trump-die-kalte-schulter-110854628.html
Handelsblatt: Nächste Eskalationsstufe? Trump lässt Bodentruppen in die Region verlegen, 16.03.2026 https://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-krieg-naechste-eskalationsstufe-trump-laesst-bodentruppen-in-die-region-verlegen/100208595.html
ZEIT: Ein entschiedenes Nein, Mister President, 16.03.2026 https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-03/donald-trump-iran-usa-europa-bundesregierung
Israel Democracy Institute: A Majority of Jewish Israelis Believe that the Iran War Goals are Attainable; Majority of Arab Israelis Believe they are not, 12.03.2026 https://en.idi.org.il/articles/63704
EEAS: Rede von Kaja Kallas, 16.03.2026 https://www.eeas.europa.eu/eeas/foreign-affairs-council-press-conference-high-representative-kaja-kallas-3_en
Phoenix: Bundeskanzler Merz trifft Ministerpräsident Jetten, 16.03.2026 https://www.youtube.com/watch?v=zGcaPCYVUo8
Impressum:
Redaktion: Marie Schiller, Melisa Gürleyen
Executive Producerin: Marie Schiller
Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn
Sounddesign: Hannes Husten
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Eine Produktion der Will Media GmbH
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Die CDU stecke in der schwersten Krise ihrer Geschichte, sagt Peter Altmaier, der für die CDU unter anderem Wirtschafts- und Kanzleramtsminister war. Seit 50 Jahren ist er Parteimitglied. In dieser Folge blickt Anne Will mit ihm auf die aktuelle Lage der Partei und auf den Zustand der schwarz-roten Koalition. Denn der Rücktritt von Bärbel Bas als Ministerin für Arbeit und Soziales sowie vom SPD-Vorsitz am Montag hat für Unruhe im politischen Berlin gesorgt. Bas begründet ihre Entscheidung mit einem privaten Trauerfall, kritisiert aber auch den Koalitionspartner. Die Union habe “öffentlichen Angriffe” gegen sie in dieser für sie “persönlich schwierigen Zeit weiter forciert”. Es ist ein nächster Schlag für die schwarz-rote Koalition, auch für den Bundeskanzler, für den der Rücktritt zur Unzeit kam: Merz versuchte gerade, seine CDU mit einer Präsidiumsklausur ein Stück weit aus der Krise zu manövrieren. Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Stromsteuer solle, wie bereits im Koalitionsvertrag versprochen, für alle gesenkt werden, um das Leben bezahlbarer zu machen, versprach Merz. Das kassierte SPD-Finanzminister Klingbeil noch am selben Tag ein - dafür sei kein Geld da.
Anfang der Woche ist Bärbel Bas als Ministerin für Arbeit und Soziales zurückgetreten, auch den SPD-Vorsitz legte sie nieder. Grund dafür seien, neben einem Trauerfall in der Familie, auch Angriffe des Koalitionspartners. Die Union habe diese in der für sie “persönlich schwierigen Zeit weiter forciert”. Führende Stimmen der SPD schließen sich der Kritik an, die Union weist sie zurück. Am selben Tag hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Ergebnisse der CDU-Führungsklausur vorgestellt, bei der die Parteiführung nach einem Weg aus ihrer schweren Krise gesucht hat. Die konkreteste Maßnahme, die der Bundeskanzler daraufhin vorgestellt hat: die Senkung der Stromsteuer für alle. Ob das allerdings klappen kann, das stellt SPD-Finanzminister Lars Klingbeil noch am selben Tag in Frage.
Es ist ein Tag, der in die Geschichte eingehen wird: Am 6. Oktober hat der Landtag in Magdeburg mit Tobias Rausch erstmals einen AfD-Politiker zum Parlamentspräsidenten gewählt. Rausch bekam dabei mehr Stimmen als AfD und BSW zusammen haben. Auch der als besonders radikal geltende Hans-Thomas Tillschneider schaffte es als Vizepräsident ins Präsidium. Woher die zusätzlichen Stimmen für Rausch kamen, ist unklar. Klar ist aber: Die angekündigte Enthaltung der CDU-Fraktion hat nicht gehalten, und die Fraktion von Sven Schulze wirkt zerstrittener denn je. Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz äußerte sich erst am Tag danach und brachte gleich eine mögliche „False-Flag“-Operation ins Spiel. Ganz anders Boris Pistorius: Er zog noch am selben Abend mit der SPD-Fraktion auf den Bebelplatz in Berlin und stimmte die Nationalhymne an. Die Union wiederum richtet den Blick augenscheinlich lieber nach Berlin. Dort haben Linke, SPD und Grüne vor ihren Sondierungsgesprächen Regeln für den Umgang mit Antisemitismus in den eigenen Reihen vereinbart.