
Show Notes
Eine Legende in "Der Soundtrack meines Lebens": die einzigartige Suzi Quatro. Auf dem Reeperbahn Festival 2025 hat sie in der Jury bei den Anchor Awards gesessen. Was insofern naheliegend ist, weil sie mit ihrem Mann und Manager immer wieder in Hamburg lebt, wenn sie nicht gerade in ihrer Wahlheimat England verweilt.
Dabei kommt Quatro eigentlich aus dem Detroiter Vorort Grosse Point. Ihr Vater Arthur arbeitet bei General Motors und ist nebenbei semiprofessioneller Musiker. Damit schafft er für seine Töchter Arlene, Nancy, Patti und Suzi die Grundlage, selbst eine Band zu gründen. Als The Pleasure Seekers machen die Teenagerinnen in der Konzertszene von Detroit auf sich aufmerksam, covern sich quer durch das Motown-und R'n'B-Songbook, und nehmen bald auch eigene Songs auf. Die kleine Suzi mit dem großen Bass gilt als Geheimwaffe der Band.
Der umtriebige Produzent und Label-Macher Mickie Most will ihr deshalb Ende der 60er zu einer Solokarriere verhelfen. Also geht Quatro allein nach London. Es dauert, aber mit ihrer zweiten Single "Can The Can" kommt der Durchbruch. Sie wird zum Rock'n'Roll-Star, ist essenzieller Teil der Glam-Rock-Welle um Sweet, Slade, Smokie. Tough sieht sie im schwarzledernen Jumpsuit aus. Punk-Queen Joan Jett guckt sich das bei ihr ab.
Seitdem ist viel passiert. Aber Suzi steht, 75-jährig, immer noch mit dem großen Bass und ihrer No-Bullshit-Attitüde auf der Bühne. Im Podcast berichtet sie von der Band ihres Vaters, dem Art-Quatro-Trio, warum sie Elvis Presley so sehr schätzt, wie sie sich den Bass selbst beigebracht hat, wie das Konzert der Beatles am 6. September 1964 in Detroit war, wie sich die Pleasure Seekers die Bühne mit Scott Morgan, Bob Seger, Ted Nugent und Alice Cooper geteilt haben, wie es im Grande Ballroom war, wie sie in London Fuß gefasst hat und als Background-Sängerin mit Donovan und Jeff Beck im Studio gelandet ist, und selbstverständlich, wie es war, mit Max Giesinger "Stumblin' In" zu covern. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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