
Show Notes
Der Ex-Google-Chef Eric Schmidt wurde bei einer Abschlussfeier von Studierenden der University of Arizona ausgebuht, als er über KI sprach - und auch in einer US-Umfrage zeigt sich, dass sich bei der Gen Z die negativen Gefühle KI gegenüber verstärkt haben: 31 Prozent der befragten jungen Menschen sind wütend auf KI, 42 Prozent haben Angst vor ihr. Aber nicht nur die Gen Z macht sich Sorgen. Hinzu kommen warnende Stimmen vom Papst, aus der Wissenschaft – wie von KI-Pioneer Stuart Russell oder dem Historiker Yuval Noah Harari – sowie von KI-Unternehmen selbst. Wie berechtigt sind diese Sorgen? Haben wir die KI-Entwicklung unter Kontrolle? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit dem KI-Wissenschaftler Aljoscha Burchardt. Er ist Principal Researcher und stellvertretender Standortleiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Berlin. Auch den Bundestag hat er bereits in KI-Fragen beraten. Gemeinsam denken sie darüber nach, wieso die Wut junger Menschen auf die KI wächst, wie sich unsere Arbeitswelt durch KI verändern wird und welche Gefahren, aber auch Möglichkeiten KI für die Zukunft birgt. Für Aljoscha Burchardt ist klar: “KI ist da und geht auch nicht mehr weg.” Gerade deshalb sollten wir jetzt unsere Gestaltungsspielräume wahrnehmen und für digitale Souveränität in Europa sorgen.
Redaktionsschluss für diese Folge war am 10.06.2026 um 17:30 Uhr.
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17.06.26 München
06.10.26 Hannover
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WICHTIGE QUELLEN:
Journalist: „Macht KI zu eurem Lieblingswerkzeug“, 04.06.2026https://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/macht-ki-zu-eurem-lieblingswerkzeug/
Deutschlandfunk: Die Angst der Gen Z vor KI wächst, 04.06.2026https://www.deutschlandfunk.de/ki-gen-z-kuenstliche-intelligenz-jobs-100.html
Gallup: Gen Z's AI Adoption Steady, but Skepticism Climbs, 9.4.2026 https://news.gallup.com/poll/708224/gen-adoption-steady-skepticism-climbs.aspx
Der Spiegel: “Was Hitler getan hat, könnte die Ki schneller, besser, effektiver”, 04.06.2026https://www.spiegel.de/wirtschaft/kuenstliche-intelligenz-was-hitler-getan-hat-koennte-die-ki-schneller-besser-effektiver-a-03024d3d-6964-4e9e-9466-d30c365fcdaf
Der Spiegel: Anthropic warnt vor nächster KI-Generation und plädiert für Entwicklungspause, 05.06.2026https://www.spiegel.de/netzwelt/anthropic-warnt-vor-naechster-ki-generation-und-plaediert-fuer-entwicklungspause-a-1a54b030-7a3e-461b-ae07-9781904d3332
SRF News, Yuval Noah Harari: “Schlimme Nachricht für Milliarden Menschen”, 22.11.2024
Tagesschau: Papst warnt vor Gefahren von Künstlicher Intelligenz, 25.05.2026 https://www.tagesschau.de/ausland/europa/papst-enzyklika-108.html
Die Zeit: Wie ersetzbar ist Ihr Job durch KI?, 19.05.2026 https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-05/automatisierungsrisiko-arbeitnehmer-ki-arbeitsmarkt-bedrohung
Impressum:
Redaktion: Gina Enslin, Leon Ueberall
Executive Producerin: Marie Schiller
Producer: Patrick Zahn, Alex Kraudelt
Sounddesign: Hannes Husten
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Die CDU stecke in der schwersten Krise ihrer Geschichte, sagt Peter Altmaier, der für die CDU unter anderem Wirtschafts- und Kanzleramtsminister war. Seit 50 Jahren ist er Parteimitglied. In dieser Folge blickt Anne Will mit ihm auf die aktuelle Lage der Partei und auf den Zustand der schwarz-roten Koalition. Denn der Rücktritt von Bärbel Bas als Ministerin für Arbeit und Soziales sowie vom SPD-Vorsitz am Montag hat für Unruhe im politischen Berlin gesorgt. Bas begründet ihre Entscheidung mit einem privaten Trauerfall, kritisiert aber auch den Koalitionspartner. Die Union habe “öffentlichen Angriffe” gegen sie in dieser für sie “persönlich schwierigen Zeit weiter forciert”. Es ist ein nächster Schlag für die schwarz-rote Koalition, auch für den Bundeskanzler, für den der Rücktritt zur Unzeit kam: Merz versuchte gerade, seine CDU mit einer Präsidiumsklausur ein Stück weit aus der Krise zu manövrieren. Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Stromsteuer solle, wie bereits im Koalitionsvertrag versprochen, für alle gesenkt werden, um das Leben bezahlbarer zu machen, versprach Merz. Das kassierte SPD-Finanzminister Klingbeil noch am selben Tag ein - dafür sei kein Geld da.
Anfang der Woche ist Bärbel Bas als Ministerin für Arbeit und Soziales zurückgetreten, auch den SPD-Vorsitz legte sie nieder. Grund dafür seien, neben einem Trauerfall in der Familie, auch Angriffe des Koalitionspartners. Die Union habe diese in der für sie “persönlich schwierigen Zeit weiter forciert”. Führende Stimmen der SPD schließen sich der Kritik an, die Union weist sie zurück. Am selben Tag hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Ergebnisse der CDU-Führungsklausur vorgestellt, bei der die Parteiführung nach einem Weg aus ihrer schweren Krise gesucht hat. Die konkreteste Maßnahme, die der Bundeskanzler daraufhin vorgestellt hat: die Senkung der Stromsteuer für alle. Ob das allerdings klappen kann, das stellt SPD-Finanzminister Lars Klingbeil noch am selben Tag in Frage.
Es ist ein Tag, der in die Geschichte eingehen wird: Am 6. Oktober hat der Landtag in Magdeburg mit Tobias Rausch erstmals einen AfD-Politiker zum Parlamentspräsidenten gewählt. Rausch bekam dabei mehr Stimmen als AfD und BSW zusammen haben. Auch der als besonders radikal geltende Hans-Thomas Tillschneider schaffte es als Vizepräsident ins Präsidium. Woher die zusätzlichen Stimmen für Rausch kamen, ist unklar. Klar ist aber: Die angekündigte Enthaltung der CDU-Fraktion hat nicht gehalten, und die Fraktion von Sven Schulze wirkt zerstrittener denn je. Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz äußerte sich erst am Tag danach und brachte gleich eine mögliche „False-Flag“-Operation ins Spiel. Ganz anders Boris Pistorius: Er zog noch am selben Abend mit der SPD-Fraktion auf den Bebelplatz in Berlin und stimmte die Nationalhymne an. Die Union wiederum richtet den Blick augenscheinlich lieber nach Berlin. Dort haben Linke, SPD und Grüne vor ihren Sondierungsgesprächen Regeln für den Umgang mit Antisemitismus in den eigenen Reihen vereinbart.