
Show Notes
70 Jahre nach der Gründung des Europäischen Kernforschungszentrums (Cern) bei Genf ist die Teilchenphysik um viele Entdeckungen reicher. Doch an großen Rätseln mangelt es weiterhin nicht. Dazu zählt etwa die Frage, wo die ganze Antimaterie geblieben ist. Denn von jedem bekannten Teilchen gibt es auch ein Antiteilchen. Beim Urknall ist dem Standardmodell der Teilchenphysik zufolge gleich viel Materie wie Antimaterie entstanden – und diese hätte sich gegenseitig auslöschen müssen. Warum ist das nicht passiert?
Auch das dunkle Universum hält Physikerinnen und Kosmologen auf Trab. Alles, was wir im Kosmos sehen können, macht gerade einmal fünf Prozent von dem aus, was tatsächlich da ist. Und die übrigen 95 Prozent, die nur indirekt beobachtbar sind, bestehen aus zwei rätselhaften Größen: der "Dunklen Energie” und der "Dunklen Materie". Was hat es damit auf sich?
Wie Forscherinnen und Forscher am Cern diesen großen Fragen nachgehen, wie es um die Pläne für einen noch größeren Teilchenbeschleuniger steht und was Wissenschaft und Kunst voneinander lernen können, besprechen Tanja Traxler und David Rennert mit der Cern-Generaldirektorin Fabiola Gianotti in dieser live aufgezeichneten Folge von "Rätsel der Wissenschaft". Gianotti war im Rahmen der Langen Nacht der Forschung auf Einladung der Akademie der Wissenschaften und des Wissenschaftsministeriums in Wien zu Gast. Das Gespräch wurde auf Englisch geführt.
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Seit 26 Jahren leben und arbeiten ununterbrochen Menschen auf der Internationalen Raumstation ISS. Doch ihre Zeit läuft ab: Nach derzeitigen Plänen soll sie 2030 ihren Betrieb einstellen und später kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Private Unternehmen arbeiten bereits an möglichen Nachfolgern, China betreibt längst eine eigene Station und um eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond ist ein Wettrennen entbrannt.
In der Österreichischen Nationalbibliothek liegt die größte öffentliche Papyrussammlung der Welt. Die mehr als 180.000 Schriftstücke umfassen rund Jahrtausende der Geschichte – doch nach 140 Jahren Forschung ist erst ein kleiner Teil davon wissenschaftlich erschlossen. In Briefen, Verträgen, Steuerquittungen und anderen Dokumenten könnten viele unbekannte Einblicke in das Leben der Menschen in der Antike stecken. Weltweit harren mehr als eine Million antiker Papyri ihrer Entschlüsselung.
Wie lässt sich Einsteins Gravitationstheorie mit der Quantenmechanik vereinbaren? Beide zählen zu den erfolgreichsten Theorien der modernen Physik und beschreiben die Natur mit beeindruckender Präzision – doch bis heute fehlt ein gemeinsames Verständnis. In der neuen Folge des STANDARD-Podcasts Rätsel der Wissenschaft erklärt der frisch ausgezeichnete Wittgenstein-Preisträger Markus Aspelmeyer, Quantenphysiker an der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, warum genau jetzt ein historisches Zeitfenster aufgeht, um dieses Jahrhundertproblem erstmals experimentell anzugehen.
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