
Show Notes
Astronautische Flüge ins All sind aufregend, inspirierend und auch aus wissenschaftlicher Perspektive interessant. Eines sind sie aber mit Sicherheit nicht: gesund. Die Liste der Gefahren und gesundheitlichen Risiken von Raumflügen ist lang – und viele physiologische Folgen von Weltraumaufenthalten sind zumindest vorübergehend unvermeidbar. Das Herz-Kreislaufsystem und der Muskel- und Knochenapparat reagieren unmittelbar auf einen Aufenthalt in der Mikrogravitation, es gibt aber Gegenmaßnahmen. Diese ringen Raumfahrerinnen und Raumfahrern viel Disziplin ab.
Doch es bestehen auch etliche ungelöste Probleme, insbesondere wenn Menschen weiter in den Weltraum vordringen oder eines Tages sogar den Mars erreichen wollen. Was lässt sich gegen die kosmische Strahlung unternehmen? Vertragen alle Menschen Weltraumreisen gleich schlecht? Und wie nützen neueste Erkenntnisse aus der Weltraummedizin auch uns Menschen auf der Erde? Das besprechen David Rennert und Tanja Traxler in der neuen Folge des STANDARD-Podcasts "Rätsel der Wissenschaft".
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Seit 26 Jahren leben und arbeiten ununterbrochen Menschen auf der Internationalen Raumstation ISS. Doch ihre Zeit läuft ab: Nach derzeitigen Plänen soll sie 2030 ihren Betrieb einstellen und später kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Private Unternehmen arbeiten bereits an möglichen Nachfolgern, China betreibt längst eine eigene Station und um eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond ist ein Wettrennen entbrannt.
In der Österreichischen Nationalbibliothek liegt die größte öffentliche Papyrussammlung der Welt. Die mehr als 180.000 Schriftstücke umfassen rund Jahrtausende der Geschichte – doch nach 140 Jahren Forschung ist erst ein kleiner Teil davon wissenschaftlich erschlossen. In Briefen, Verträgen, Steuerquittungen und anderen Dokumenten könnten viele unbekannte Einblicke in das Leben der Menschen in der Antike stecken. Weltweit harren mehr als eine Million antiker Papyri ihrer Entschlüsselung.
Wie lässt sich Einsteins Gravitationstheorie mit der Quantenmechanik vereinbaren? Beide zählen zu den erfolgreichsten Theorien der modernen Physik und beschreiben die Natur mit beeindruckender Präzision – doch bis heute fehlt ein gemeinsames Verständnis. In der neuen Folge des STANDARD-Podcasts Rätsel der Wissenschaft erklärt der frisch ausgezeichnete Wittgenstein-Preisträger Markus Aspelmeyer, Quantenphysiker an der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, warum genau jetzt ein historisches Zeitfenster aufgeht, um dieses Jahrhundertproblem erstmals experimentell anzugehen.
Mikroorganismen haben keinen besonders guten Ruf. Viele denken bei Mikroben zuallererst an Krankheitserreger. Dabei prägen sie das Leben auf der Erde viel grundlegender: Sie produzieren Sauerstoff, halten Stoffkreisläufe am Laufen, beeinflussen das Klima und leben in enger Gemeinschaft mit Pflanzen, Tieren und Menschen. Ohne sie würde auf unserem Planeten kaum etwas funktionieren.
Lange galt unser Sonnensystem als Vorlage für alle anderen potenziellen Planetensysteme. Doch die Entdeckung tausender Exoplaneten hat dieses Bild grundlegend verändert. Forschende finden heute Welten mit extremen Temperaturen, gewaltigen Stürmen und möglicherweise sogar Wolken aus Mineralien oder Edelsteinen. Wie lassen sich solche Atmosphären aus vielen Lichtjahren Entfernung überhaupt untersuchen?